Neue Degeto-Chefin will mehr Transparenz bei Auftragsvergabe

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Die ab Juli agierende neue Chefin der ARD-Tochter Degeto, Christine Stoll, will nicht nur den Freitagsfilm von Klischees befreien, sondern im Schatten des Skandals um den entlassenen Geschäftsführer Hans-Wolfgang Jurgan auch für mehr Transparenz bei der Vergabe von Aufträgen sorgen.

Nachdem der ehemalige Degeto-Leiter Hans-Wolfgang Jurgan aufgrund der Überziehung von Budgets und einer undurchsichtigen Situation bei der Auftragsvergabe entlassen wurde, will die neue Chefin der Produktionstochter für klarere Verhältnisse sorgen, wie sie dem Magazin „Der Spiegel“ erklärte. „In Zukunft muss jedenfalls inhaltlich nachvollziehbar sein, warum man sich für ein Projekt entscheidet, es gilt das Vier- Augen-Prinzip“, so Strobl.

So werde es keine Zusagen an Firmen geben, bestimmte Mengen an Filmen im Jahr zu produzieren. „Wir entscheiden nach Qualität“, erklärte die 40-Jährige gegenüber dem Magazin. Ihr Amtsvorgänger hatte das Budget der Degeto bereits für zwei Jahre im Voraus verplant, womit sich Strobls Handschrift in Bezug auf die inhaltliche Gestaltung der Filme erst nach diesem Zeitraum abzeichne. Vor allem der Freitagsfilm benötige Innovationen, wie sie bereits in der vergangenen Woche betont hatte.
 
„Die Formel ‚Schöne Landschaft plus komplizierte Familienentwicklung gleich Erfolg‘ reicht nicht mehr aus“, zeigte sich Strobl gegenüber dem „Spiegel“ sicher. Stattdessen will sie Liebesgeschichten moderner gestalten. In Bezug auf Degeto-Schauspielerin Christine Neubauer erklärte Strobl, dass für sie die gleichen Kritierien gelten würden, wie für alle Darsteller. Jeder Besetzungsvorschlag soll genau geprüft werden. „Es darf keine Automatismen geben bei der Vergabe von Rollen.“[rh]

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