Österreich: 32 Bewerber für DVB-T-Plattform „Mux B“

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Wien – Bereits im Oktober soll das DVB-T-Paket „Mux B“ in Österreich an den Start gehen. Für die angebotenen Sendeplätze auf Österreichs zweitem DVB-T-Multiplex haben sich 16 TV- und 16 Radioanbieter beworben.

Aufgrund der hohen Nachfrage nach den limitierten Frequenzen werden die 16 Radiosender wohl auf jeden Fall leer ausgehen. Der straffe Zeitplan sieht vor, dass bis Mitte Juni die Detailverhandlungen mit den TV-Programmveranstaltern abgeschlossen sein sollen und die Programmanbieter auf Mux B feststehen.

Bis 5. März 2007 hatten Rundfunkanbieter Zeit, sich für die Übertragung auf Mux B zu bewerben. Die Österreichische Rundfunksender GmbH & Co KG (ORS), die die technische Infrastruktur baut und betreibt, ist mit dem Rücklauf der Programmanbieter nach eigenem Bekunden sehr zufrieden. „Wir freuen uns sehr über das Feedback, das wir von den Programmveranstaltern erhalten haben,“ sagt Michael Wagenhofer, kaufmännischer Geschäftsführer der ORS, und verspricht im selben Atemzug den Zuschauern ein interessantes Angebot.
 
Jene Anbieter, die es nicht gleich geschafft haben, werden auf eine Warteliste gesetzt und haben die Chance, nachträglich zu Detailverhandlungen eingeladen zu werden, sollten andere Veranstalter ausscheiden.
 
„Einer der zentralen Vorteile der Digitalisierung des Antennenfernsehens ist die Steigerung der Programmvielfalt. Mit der Belegung von Mux B können wir diese den Zuseherinnen und Zusehern bieten,“ führt Michael Wagenhofer weiter aus. Und auch die Vergabe der digitalen Antennenfrequenzen im dritten österreichischen DVB-T-Multiplex (Mux C) schreitet voran. Die Ausschreibung wird gerade durch die Komm Austria vorbereitet und richtet vor allem an lokale Veranstalter.
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1 Kommentare im Forum

  1. AW: Österreich: 32 Bewerber für DVB-T-Plattform "Mux B" Mux hört sich so ähnlich an wie Murx. Ist schon eigenartig: Man soll eigens zertifizierte (teure) Empfänger (mit MHP)benötigen. Andere werden nicht subventioniert - auch für Sozialhilfeempfänger ist ein teuerer Aufpreis fällig. Am Beispiel Linz: Ein DVB-Kanal mit 4 Programmen wurde schon geschaltet: Nicht, dass man das analoge Angebot 1:1 abgebildet hätte, nein: Digital gibt es ORF1, ORF2 OÖ, ATV+ und ORF2 Salzburg (da mindestens zwei Bundesländer-Versionen vorgeschrieben wurden). Der vierte Analogsender, das Stadtfernsehen LT1, auf dem auch das ORF2 NÖ-Fenster für das mitversorgte westliche Niederösterreich läuft, fehlt. In Kürze werden dann ORF und ATV analog abgeknipst - dank 2 Senderstandorte 6 Kanäle. Lediglich auf dem ORF2-OÖ-Kanal 43 wird dieser Mu(r)x A dann verlegt. Für LT1 und für das NÖ-Lokalfenster muss man weiterhin den Analogtuner bemühen. Wer sich für Mu(r)x B beworben hat, ist Staatsgeheimnis. So kann sich der Zuschauer nicht beklagen, warum die ORF-Sendetochter ORS Programme auswählt, die keine Konkurrenz darstellen. Es ist davon auszugehen, dass der (vom ORF mitbetriebene) TW1 (Tourismus und Wetterkanal) schon einen Programmplatz belegt. Den ORF2-Sehern des mitversorgten Nachbarbundeslandes muss auch geholfen werden und überhaupt, wenn nur 3 statt 4 Programme übertragen werden, ist die Bildqualität besser... Fragt sich der Zuschauer, warum nicht gleich ein interessantes Paket geschnürt wird: Es gibt nach der Digitalisierung eigentlich Platz für 8 Kanäle/32 Programme. Aber so verkommt die Digitalisierung zur Fortschreibung der ORF-Marktmacht und den Kabelbetreibern bleibt auch wunschgemäß Konkurrenz erspart. Der zweitgrößte Betreiber Österreichs, Liwest, hat erst kürzlich mit kommentarlos eingeführter digitaler Grundverschlüsselung die Kunden vor Kopf gestoßen und casht damit 5€ digitales "Körberlgeld" je Empfangsgerät ein - und Digital-Gerätesubvention vom Steuerzahler. Eine Win-Win Situation - mit Ausnahme der Seher, also zahlenden Kunden.
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