Open TV-Verluste machen Kudelski zu schaffen

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Cheseaux, Schweiz – Einen Gewinneinbruch von mehr als 50 Prozent musste der Schweizer Verschlüsselungsanbieter Kudelski im Jahr 2007 hinnehmen. Grund dafür war vor allem das enttäuschende Ergebnis der Middleware Open TV, die ein Minus von 5,2 Millionen Euro einfuhr und damit stolze 18 Millionen Schweizer Franken weniger als erwartet einbrachte.

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Insgesamt sank das Ebit-Ergebnis im Vergleich zu 2006 um mehr als 40 Prozent auf 87,7 Millionen Franken, wobei hier der Ticketcorner-Verkauf von 2006 das Ergebnis verzerrt. Rechnet man den einmaligen Verkaufsgewinn heraus, dann ist das Ebit um 3.8 Prozent gesunken.

Die Nettoeinnahmen beliefen sich 2007 noch 67,4 Millionen Franken nach 138,5 Millionen 2006. Im Bereich digitales Fernsehen sind die Nettogewinne um 14,5 Prozent 573,4 Millionen Frnken gestiegen, der europäische Markt legte um 12,5 Prozent auf 322 Millionen Franken zu.
 
Gewachsen ist die Kudelski-Gruppe dabei vor allem in Osteuropa und bei terrestrischen Anbietern. Hier haben sich die Verkäufe im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Beim digitalen Kabelfernsehen hat Nagravision in Europa seine führende Position mit einem Kundenanteil von 72 Prozent bestätigt. Aufgrund des schwachen Dollars seien die US-Umsätze geschrumpft, dafür macht Kudelski mittlerweile 50 Prozent seiner Amerika-Umsätze in Lateinamerika. Auch verursacht der Bereich Forschung und Entwicklung weiterhin hohe Kosten.
 
Vor allem der eingeleitete Umstieg auf ein Mietmodell für die Smartcards bei den großen Kunden soll in Zukunft deutlich höhere Gewinne pro Karte ermöglichen. Zunächst verursacht dieser Wechsel jedoch Kosten, die sich auch in den Bilanzen für 2008 niederschlagen sollen.
 
Durch die Integration von Open TV im vergangenen Januar ist der Jahresumsatz des Verschlüsselungsanbieters, rechnet man die einmaligen Verkäufe heraus, um 33 Prozent auf 925 Millionen Euro gestiegen. Trotz der unter den Erwartungen liegenden Einnahmen aus Open TV bezeichnete Kudelski die gemeinsame Vermarktung der Lösungen mit Open TV als „erfolgreich“, weil somit „sowohl die weltweite Präsenz der Gruppe als auch deren Produktpalette“ gestärkt würde.
 
So habe die aktive Zusammenarbeit zwischen Open TV und Nagravision zu einer wachsenden Anzahl von neuen Verträgen für OpenTV geführt, einschliesslich Numericable, Canal Digital, Reliance, Portugal Telecom und TV Cabo. [lf]

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