Opfert ARD „Weltspiegel“-Sendeplatz sonntagabends dem Sport?

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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In der ARD wird heftig über den prominenten Platz der Auslandssendung „Weltspiegel“ am Sonntagvorabend im Ersten diskutiert.

Die Zeit direkt vor der „Tagesschau“ könnte internen Überlegungen zufolge künftig dem Sport gehören. Der traditionsreiche „Weltspiegel“ müsste dafür auf einen früheren Zeitpunkt umziehen. Gegen solche Pläne haben unter anderem ARD-Auslandskorrespondenten und Verantwortliche aus Redaktionen der einzelner ARD-Sender in einem Beschwerdebrief protestiert, über den zuerst das „Handelsblatt“ (Dienstag) berichtete.

Die Absender beklagen dem Bericht zufolge, dass damit ein „jahrelang gelernter Sendeplatz“ verloren gehe. Dies sei in der Diskussion um die Legitimation des öffentlich-rechtlichen Rundfunks eine falsche Entscheidung. Eine Neuordnung liegt federführend in der Hand der Programmdirektion.

Volker Herres, Programmdirektor des Ersten Deutschen Fernsehens, verwies in einer Stellungnahme darauf, dass ab April 2020 das Sonntagvorabendprogramm des Ersten neu geordnet werde – wenn die letzten Folge der sonntäglichen „Lindenstraße“ ausgestrahlt worden sei. „Hierfür werden derzeit mehrere Varianten diskutiert. Wir bitten um Verständnis, dass wir diese Schemadiskussion ausschließlich intern führen.“

Die Öffentlichkeit werde zu gegebener Zeit über die Pläne informiert. [dpa/bey]

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4 Kommentare im Forum

  1. Die ARD-Verantwortlichen zeigen einmal mehr, dass für sie nur die Quote zählt! Sport und Krimis - bis der Arzt kommt. Die Zuschauerzahlen lassen die Kasse der Werbeabteilung klingeln... Der Rest der Zwangsgebührenzahler fragt sich dagegen immer öfter, was dieser ganze Unsinn noch mit dem sog. Informationsauftrag oder-Anspruch der Öffentlich-Rechtlichen Sendeanstalten zu tun haben mag. Auch wenn es die Verantwortlichen nicht hören wollen: Öffentlich-rechtliches TV war in der Vergangenheit viel anspruchsvoller und informativer. Information und Kultur findet inzwischen - wenn überhaupt noch - am Tage oder um Mitternacht für ein "Minderheiten-Publikum" statt - bringt doch keine Quote. Jede Regel hat eine Ausnahme: Die heißt "Sondersendung" nach der "Tagesschau" - wenn irgendwo mal wieder eine Katastrophe , eine Krise oder sonstiges Unheil abgearbeitet werden muss. Aber das bringt ja dann auch wieder Quote.
  2. Mir fehlen die Worte, was man sich für Quote bzw. Pseudoquote alles einfallen lässt. Der Sendplatz 19:20 gehört dem Weltspiegel, basta. Wenn sie das ändern, können meinetwegen auch Micky Maus um 20:00 bringen. Man kann die Überintelligenz.... ach, ich hab' einfach keinen Bock mich über Hirnlosigkeiten aufzuregen.
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