ORF: Gebührenerhöhung nimmt Form an

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Nicht nur in Deutschland, auch in Österreich wird über die Rundfunkgebühren diskutiert. Der ORF will eine Erhöhung von 6,5 Prozent, mit der Zustimmung der Stiftungsräte wurde eine weitere Hürde genommen. Trotzdem soll am Programm gespart werden.

Eine Erhöhung der Rundfunkgebühren sorgt nicht nur in Deutschland für Diskussionen. Auch in Österreich steht eine Erhöhung der GIS unmittelbar bevor, mit der der ORF ab Mai 2017 auch verstärkt Einsparungen angehen will. Am Mittwoch stimmte nun laut einem Bericht des „Standard“ der überwiegende Teil der Stiftungsräte einem Anstieg der Gebühren um 6,5 Prozent zu.

Ursprünglich waren sogar 7,7 Prozent geplant, doch auch mit der angedachten Erhöhung stünden dem ORF jährlich 35,5 Millionen Euro mehr zur Verfügung. Bei einer endgültigen Zusage verspricht ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz bis 2021 sogar 330 Millionen statt zunächst angekündigter 300 Millionen Euro einzusparen. Diese sollen zwar keinen Einfluss auf die Programmvielfalt des ORF haben, dennoch sollen einige Inhalte reduziert werden.
 
So wird die erst Anfang des Jahres gestartete Frühstücks-TV-Sendung „Guten Morgen Österreich“ deutlich reduziert werden, ab 2020 sollen die Formel-1-Rechte nicht weiter verlängert werden, für die Fußball-Champions-League plant Wrabetz eine gemeinsame Beteiligung mit den Privatsendern.
 
Auch für die Landesstudios hätte die Erhöhung Vorteile, müssten diese ihre Etats für 2017 nur noch um 1,5 statt vier Millionen Euro kürzen. Allerdings stehen der Erhöhung noch einige Hürden im Weg: So muss am Freitag der ORF-Publikumsrat noch zustimmen, ehe die Medienbehörde die Erhöhung prüfen wird.
 
Allerdings sorgt die Anhebung auch für kritische Stimmen: So ist die Entscheidung der Stiftungsräte für den Bundesparteiobmann der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ), HC Strache, „ein Schlag ins Gesicht aller Zwangsgebührenzahler.“ Deshalb fordert dieser nun eine „Initiative gegen das System der ORF-Zwangsgebühren“. [buhl]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

12 Kommentare im Forum

  1. Die Zahl der "Schwarz"seher wird dadurch sicherlich nicht sinken ... Und auch dem GIS Menneken muss kein Eintritt gewährt bzw. Auskunft erteilt werden, einfach an der Tür ein Stück Sachertorte anbieten.
  2. Da denkst du aber falsch erstens durchschauen die GIS jeden Schwarzseher zwecks nichteinzahlung und ob du ein TV taugliches gerät benutzt und wenn die wollen können sie mit einer bewilligung in deine Wohnung durchsuchen.
  3. Wer soll diese Bewilligung ausstellen ? Solange du niemanden in deine Wohnung lässt hast du in der Regel nichts zu befürchten !
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