ORF-Online-Direktor sieht gute Chancen für eigene VOD-Plattform

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Thomas Prantner, Direktor für ORF-Online und neue Medien beim ORF, sieht in den ersten Erfolge der Video-on-Demand-Plattform „Germany’s Gold“ von ARD und ZDF, ein gutes Beispiel für die Umsetzung in Österreich.

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Dass die öffentlich-rechtlichen Broadcaster, wie die ARD und das ZDF, neben ihren weitgehend frei zugänglichen Mediatheken, auch kommerzielle VOD-Plattformen betreiben können, sei ein klares Signal, sagte Prantner in einem Interview mit der österreichschen Tageszeitung „Standard“ am Montag. „Germany’s Gold“ wird jedoch derzeit noch vom Kartellamt auf einen Verstoß gegen des Kartellverbot geprüft (DIGITALFERNSEHEN.de berichtete).
 
Er sehe auch keinen Grund dafür, dass Sendungen des ORF beispielsweise auch aus dem Archiv auf kommerzielle VOD-Plattform vermarktet werden. „Im Wesentlichen ist es nichts anderes als ein modernes, publikumsfreundlicher Programmservice“, so Prantner. Schon jetzt verschicke der ORF mit der Post hunderte DVDs mit TV-Sendungen gegen Entgelt an unsere Kunden.

Vor Konkurrenz aus Übersee durch Hulu habe der Online-Direktor auch keine Angst, „aber unbestritten ist, dass jeder neue Anbieter und Mitbewerber ernst zu nehmen ist, vor allem dann wenn wirtschaftliche Power dahinter steckt“. Derzeit plane der ORF seine eigene Plattform jedoch erst einmal technisch weiter zu verbessern und auch auf zusätzlichen neuen Plattformen und Medien anbieten.
 
Zudem zeichne sich bei der vor kurzem gestarteten TVthek-App des ORF eine positive Entwicklung ab. „Wir sind mit den Downloads der Apps sehr zufrieden – bis jetzt nutzen bereits mehr als 100 000 Kunden die App für iPhone und iPad“, erläuterte Pranter den Erfolg der App. In den nächsten Wochen werde der ORF zusätzlich eine App für die Smartphones und Tablets mit dem Android-Betriebssystem anbieten.
 
Jedoch sehe Prantner auch in Zukunft eine Mediatheken nicht als Ersatz für das klassische Fernsehen an, es sei viel mehr „eine wichtige Ergänzung“. Dennoch habe sich das Mediennutzungsverhalten radikal geändert. Der Bedarf nach zeit- und ortsunabhängiger, vor allem mobiler Nutzung von TV-Sendungen steige stark, so Prantner im Interview mit der Tageszeitung. Das ORF-TVthek-Angebot werde von immer mehr Menschen genutzt. Im Oktober 2011 hatte die Website 2,4 Millionen Visits, rund 950 000 Unique Clients und knapp 10 Millionen Videoabrufe zu verbuchen. [mho]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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2 Kommentare im Forum

  1. AW: ORF-Online-Direktor sieht gute Chancen für eigene VOD-Plattform Hoffentlich bringen die bald mal ihre TVTHEK per Hbbtv auf den TV.
  2. AW: ORF-Online-Direktor sieht gute Chancen für eigene VOD-Plattform Das haben die Plattenfirmen mit ihren verDRMten mp3s ajuch mal gedacht. Der Käufer läßt sich allerdings nicht verarschen damit das Erfolg haben kann ( siehe HD+ )
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