Pay-TV Attacke auf Premiere

0
13
Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
Anzeige

ProSiebenSat.1 überlegt den Einstieg in das Pay-TV-Geschäft und macht Premiere die Wunderwaffe „Fußball-Bundesliga“ strittig.

Die Kundschaft von Premiere teilt sich in zwei große Lager: Die eine Hälfte will aktuelle Spielfilme sehen, die andere erwartet so viel Live-Sport wie möglich. Bestes Zugpferd ist die erste Fußball-Bundesliga, deren Spiele allesamt live beim Pay-TV-Sender gezeigt werden. Nach dem Zerfall der Kirch-Gruppe war Premiere einziger Bieter um die Pay-TV-Rechte und zahlt derzeit gerade einmal 150 Millionen Euro pro Saison dafür.

Doch nun droht Konkurrenz aus der Nachbarschaft: Der deutsche TV-Konzern ProsiebenSat1 prüft nach einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ den Einstieg in das kostenpflichtige Abo-Fernsehen. Der bei München ansässige Konzern lebt derzeit fast ausschließlich von Werbeeinnahmen seiner Sender. Intern werde über drei bis fünf neue Kanäle diskutiert, die man zu einem großen Teil mit vorhandener Ware aus den eigenen Programmen füllen könnte, berichtete die Zeitung. Als „Zugpferd“ solle die Fußball-Bundesliga dienen, ein digitaler Fußballkanal rund um den Sender Sat.1, der die Spiele live zeigt, wäre denkbar.
 
ProSiebenSat.1 will laut Spiegel 650 Millionen Euro für die Pay-TV-Rechte an der Bundesliga geboten haben. Die Summe belaufe sich auf drei Jahre und soll davon abhängig sein, wie viele Bundesligabegegnungen Sat.1 zusätzlich live im Free-TV zeigen könne. Dem Bericht zufolge soll ProSiebenSat.1 der Deutschen Fußball-Liga (DFL) das Angebot bereits vorgelegt haben. Der Bezahlsender Premiere soll sein Angebot im Rahmen der laufenden Verhandlungen mittlerweile von 150 auf 170 Millionen Euro erhöht haben. [fp]

Bildquelle:

  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

Kommentare im Forum

Die Kommentarfunktion ist noch nicht aktiviert