Pay-TV bekommt Konkurrenz von Triple-Play

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Die Zunahme von preisgünstigen Multi-Play-Angeboten in Westeuropa begünstigt zwar dessen Nutzung, allerdings auf Kosten der Gesamtausgaben für Festnetztelefonie, Internet und Bezahlfernsehen.

Einem aktuellen Bericht des Forschungsunternehmens Analysys zufolge, führt die starke Zunahme von Telekommunikationsdiensten unter dem Zeichen des Triple Play, die von einigen wenigen Branchengrößen gesteuert wird, zu einem neunprozentigen Rückgang der Gesamtausgaben im Zeitraum 2005 bis 2011.

Damit sei das Risiko gegeben, dass die Ausgaben für Pay-TV sinken, da Fernsehen in den preiswerten Triple-Play-Paketen bereits enthalten ist, erklärt Stephen Sale, der Autor des Untersuchungsberichtes „The Impact of the Multi-service Play: scenarios for future growth“.
 
Wenn sich die Mehrheit der Dienstleister allerdings für eine Strategie entscheidet, die vor allem auf Qualität statt auf massiven Preisverfall setzt, indem sie in TV-Inhalte und technologische Innovationen investiert, wäre die Verbreitung von Dual-oder Triple-Play zwar geringer, doch die Gesamtausgaben würden bis 2011 um 10 Prozent ansteigen.
 
Tatsächlich aber sei es unwahrscheinlich, dass in Westeuropa eine der beiden Strategie dominieren wird, da sich Märkte segmentieren und beide Strategien weitgehend nebeneinander existieren werden. Allerdings wird es in Märkten mit geringen Wachstumsmöglichkeiten beim Bezahlfernsehen oder in Internetmärkten, die durch starken Wettbewerb gekennzeichnet sind, wie etwa in den Niederlanden oder Schweden, eher kostenbasierten Konkurrenzkampf geben. Die Tendenz auf lange Sicht geht in den meisten Märkten in Richtung Preiskampf.
 
Dem Bericht nach werden 11 Prozent der westeuropäischen Haushalte bis zum Jahr 2011 Triple Play-Pakete abonnieren, während es Ende 2005 nur drei Prozent waren. Die Ausgaben für Triple Play in Westeuropa sollen sich 2011 zwischen 14,8 und 16,2 Milliarden Euro bewegen. Für Anbieter von Einzeldiensten sehen die Analysten dennoch eine Chance: die Nutzung von einzelnen Diensten soll zwar abnehmen, doch sie werden 2011 noch 57 bis 59 Prozent des Marktes ausmachen.
 
Beim „Triple Play“wird Internet, Telefonie und Fernsehen aus einer Hand angeboten, Dual Play meint entsprechend die Kombination von Telefonie und Internet-Zugang. [sch]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

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