Premiere rechnet mit Stabilisierung des Geschäfts

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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München – Der Bezahlfernsehsender Premiere hat sich offenbar vom steten Umsatzrückgang nach dem Verlust der Bundesliga-Rechte erholt.

Es sei davon auszugehen, dass sich die Umsatzseite im zweiten Quartal stabilisieren werde, sagte Finanzvorstand Michael Börnicke am Freitag auf der Hauptversammlung der Premiere AG in München. „Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, sind im zweiten Halbjahr signifikante Umsatzzuwächse möglich“, kündigte Börnicke an.

Umsatzgewinne erhofft sich das MDAX-Unternehmen von einer Kooperation mit der Muttergesellschaft des Bundesliga-Fernsehsenders Arena, die noch in der Schwebe steht. Derzeit prüft das Bundeskartellamt die Vereinbarung, die beide Unternehmen im vergangenen Februar schlossen.
 
Danach bekam Premiere das Recht, das Live-Bundesliga-Angebot von Arena über Satellit zu verbreiten. Auf Wunsch der Kartellwächter wurde die Kooperation im April ausgesetzt – zunächst bis Ende Mai. Die Frist wurde inzwischen bis zum 23. Juni verlängert.

„Die Gespräche verlaufen konstruktiv und wir erzielen gute Fortschritte“, sagte Premiere- Vorstandsvorsitzender Georg Kofler über die Verhandlungen. Über Einzelheiten dürfe er wegen der Vertraulichkeit der Gespräche nicht berichten. Eine Prognose für die zukünftige Geschäftsentwicklung des Unternehmens wolle Premiere erst nach der Entscheidung des Kartellamts abgeben, sagte Kofler.
 
Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres hatte der Bezahlfernsehsender 224 Millionen Euro umgesetzt. Im Vorjahresquartal waren es noch 273 Millionen Euro. Premiere hatte im Dezember 2005 die Pay-TV-Rechte an der Bundesliga für die Saison 2006/07 verloren und anschließend deutliche Umsatzeinbußen hinnehmen müssen. (ddp-bay)[lf]

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