Privatradioverbände gegen Festschreibung der UKW-Abschaltung

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Die Arbeitsgemeinschaft Privater Rundfunk (APR) und der Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V. (VPRT) möchten die UKW-Abschaltung im zurzeit ausgehandelten Koalitionsvertrag von CDU/CSU und der SPD nicht festschreiben lassen.

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In den letzten Tagen waren entsprechende Absichten bekannt geworden. Mit der Abschaltung der UKW-Frequenzen wäre die Existenzgrundlage der Privatradios in Deutschland in Frage gestellt. 

Die Verbände haben in den bisherigen Diskussionen bereits gesagt, dass ein Abschaltdatum erst ab dem Absinken der tatsächlichen analogen Nutzung auf unter 10 Prozent geben darf.

Die Verbände befinden sich seit längerer Zeit in einer kontroversen Diskussion mit den Ländern und kritisieren, dass in einer Nachtsitzung in Berlin solche weitreichenden Entscheidungen gefällt werden könnten.

Die APR ist die Interessenvertretung privater Anbieter von Radio, Lokal-/Regional-TV und Telemedien in Deutschland und vertritt rund 290 Mitglieder direkt oder über Landesverbände.

Der VPRT ist die Interessenvertretung der privaten Rundfunk- und Telemedienunternehmen und hat rund 150 Mitglieder. [jrk]

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16 Kommentare im Forum

  1. Man merkt das der Dudelfunk nicht auf DAB will. Interessant wird es wenn alle Hörer UKW Links liegen lassen und nur noch via DAB Radio hören.
  2. Die sollen einmal in den Ländlichen Gegenden DAB + erst einmal richtig ausbauen das man auch mit einer Zimmerantenne die Sender empfangen kann. Das ist auch wieder gut für die Industrie um den Umasatz anzukurbeln und was macht man mit einem 7 Jahre alten Autoradio jenes fest eingebaut ist,gleich das Auto wechsel mit DAB + Empfänger ? Wer kann sich das leisten ? DiePolitiker zahlen das Geräte nicht!
  3. Im Gegensatz zu digital TV ist für mich zur Zeit noch UKW die bessere Alternative. Trotz Komprimierung klingt das analoge Signal, guter Empfang/Empfänger vorausgesetzt, wesentlich besser. Wenn DAB einmal wirklich flächendeckend, mit großer Senderauswahl, zu empfangen ist und die Tonqualität verbessert wird, könnte auch ich mich damit anfreunden. Zur Zeit steckt das alles noch in den Kinderschuhen und es ist zu befürchten, dass es, wie bei DSR, DAB auch bei DAB+ ein "absehbares" Ende gibt. Einige Hersteller bieten schon keine digitalen Tuner/Receiver mehr an, da sie schon zweimal auf die Schnauze gefallen sind. Ich meine damit nicht irgendwelche 100 € Billigteile.
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