Privatrundfunk fordert Legitimations-Test für „Tageswebschau“

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Mit der neuen „Tageswebschau“ will die ARD einen kompakten Nachrichtenüberblick für junge Internetnutzer bieten und sieht sich damit eneut der Kritik der privaten Rundfunkanbieter gegenüber. Der Branchenverband VPRT fordert einen Drei-Stufen-Test für das Format und will damit die Legitimation der „Tageswebschau“ prüfen.

Gegenüber dem „Handelsblatt“ (Dienstag) erklärte der VPRT, dass durch den Drei-Stufen-Test nicht nur geprüft werden soll, ob das neue Format der ARD legitim sei, sondern den Gebührenzahlern damit auch ein besserer Einblick in die Kosten gegeben werde. Mit dem Verfahren soll geklärt werden, ob das neue Angebot im Rahmen des Rundfunkstaatsvertrags überhaupt tragbar ist.

„Es gibt ein perfides Legitimations-System. Mit einem neuen Nachrichtenkanal wie ‚Tagesschau 24‘ werden dann immer neue Online-Informationsangebote gerechtfertigt“, kritisierte VPRT-Geschäftsführer Claus Grewenig das Vorgehen der ARD.
 
Am Montag (4. Juni) hatte die ARD die „Tageswebschau“, welche als interaktives Nachrichtenangebot für die Internetgeneration gedacht ist, in eine sechsmonatige Testphase geschickt. Daran beteiligt sind der Hessische Rundfunk, Radio Bremen und der Norddeutsche Rundfunk. Die „Tageswebschau“ ist eine kleine Schwester der Tagesschau. „Wir werdendie Themen des Tages aufgreifen, aber durch den Blickwinkel des Netzeserzählen, auch Kommentare aus dem Social Web einbinden“, hatte JanMetzger, Intendant von Radio-Bremen, das Konzept des Formats zusammengefasst. [rh]

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24 Kommentare im Forum

  1. AW: Privatrundfunk fordert Legitimations-Test für "Tageswebschau" Der heißt bestimmt nicht so.
  2. AW: Privatrundfunk fordert Legitimations-Test für "Tageswebschau" Der VPRT nervt - jetzt fühlen sie sich schon durch ein Informationsangebot bedroht. Wäre es denen lieber, wenn die ÖR solche Angebote in Zukunft sein lassen und die dadurch frei werdenden Gelder stattdessen besser in Formel 1, Hollywood-Blockbuster, gute US-Serien usw. investieren?
  3. AW: Privatrundfunk fordert Legitimations-Test für "Tageswebschau" Um mal nicht parteiisch zu sein: Sowohl die Privaten als auch die Öffentlich-Rechtlichen nerven. Beide haben Baustellen um die sie sich zu kümmern haben, stattdessen maulen sie lieber über den anderen - die eine Seite mehr, die andere weniger. Das ist einfach nur peinlich und kindisch so ein Verhalten und hat mit sachlicher Kritik kaum was zu tun. Die Privaten sind nicht im Stande gehaltvolle News zu bringen ohne einem boulevardesken Einschlag zu bringen und die Öffentlich-Rechtlichen genauso wenig einen guten 24h News-Kanal (Stichwort: "tagesschau24"). Also sollen beide Seiten sich lieber um ihre eigenen Baustellen kümmern als sich um die Belange der Konkurrenz zu scheren. Wenn man seine eigenen Hausaufgaben erledigt hat, dann kann gerne Kritik üben, nur wie das der VPRT die ganze Zeit macht kommt sehr kindisch und kleinkariert rüber.
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