Pro Sieben Sat 1 fängt Umsatzrückgang auf (Update)

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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München – Die Pro Sieben Sat 1 Group konnte sich im ersten Quartal 2009 in einem schwierigen Marktumfeld dank strikter Kostenkontrolle behaupten.

Während der Konzernumsatz um 102,1 Millionen Euro oder 14,0 Prozent auf 627,0 Millionen Euro zurückging, stieg das bereinigte EBITDA um 6,0 Prozent auf 93,8 Millionen Euro (Q1 2008: 88,5 Millionen Euro). Dies teilt das Unternehmen heute mit.
 
Das EBITDA lag demnach mit 90,4 Millionen Euro um 5,6 Millionen Euro oder 6,6 Prozent über dem Vorjahresniveau. Neben einem konjunkturbedingten Rückgang der Werbeerlöse wirkte sich der Verkauf von CMore (-41,9 Millionen Euro) auf die Umsatzentwicklung des Konzerns aus. Der um den CMore-Effekt bereinigte Konzernumsatz verringerte sich um 8,8 Prozent auf 627,0 Millionen Euro. Der Umsatzrückgang konnte jedoch durch effizientes Kostenmanagement aufgefangen werden. Die recurring EBITDA-Marge verbesserte sich auf 15,0 Prozent (Q1 2008: 12,1 Prozent).

Erwartungsgemäß führten die konjunkturellen Rahmenbedingungen zu einer geringeren Investitionsbereitschaft der Werbekunden, sowohl in den internationalen Märkten als auch im Kernmarkt Deutschland. Trotz der guten Akzeptanz des Werbezeiten-Vermarktungsmodells und einer Steigerung der Zuschauermarktanteile im deutschen Markt lagen die Erlöse aus dem Segment werbefinanziertes Fernsehen im deutschsprachigen Raum folglich mit 388,8 Millionen Euro um 28,3 Millionen Euro unter Vorjahresniveau (-6,8 Prozent). Der Umsatzbeitrag des internationalen Free-TV-Segments reduzierte sich um 22,1 Millionen Euro auf 153,9 Millionen Euro (-12,6 Prozent).
 
Ein weiterer Grund für den Rückgang des Konzernumsatzes um insgesamt 102,1 Millionen Euro auf 627,0 Millionen Euro liegt Pro Sieben Sat 1 zufolge in der Entkonsolidierung der nordeuropäischen Pay-TV-Sparte CMore im November 2008. Die Vorjahresvergleichszahlen beinhalten Umsätze von CMore in Höhe von 41,9 Millionen Euro.
 
Die straffe Kostenkontrolle wurde im ersten Quartal 2009 durch den TV-Konzern fortgesetzt. Insbesondere die Programmkosten wurden durch eine effizientere Ausnutzung des bestehenden Programmvermögens reduziert, sowohl in den deutschsprachigen als auch in den internationalen TV-Märkten. Der Werteverzehr des Programmvermögens (bereinigt um den CMore-Effekt) verringerte sich um 45,3 Millionen Euro auf 278,2 Millionen Euro (-14,0 Prozent). Die auf die Entkonsolidierung von CMore entfallende Reduktion des Werteverzehrs auf das Programmvermögen für das erste Quartal beträgt 30,3 Millionen Euro.
 
Insgesamt sind die Gesamtkosten gegenüber dem ersten Quartal 2008 um 105,1 Millionen Euro oder 15,4 Prozent auf 577,6 Millionen Euro gesunken. Davon entfallen 46,6 Millionen Euro auf die Entkonsolidierung von CMore. Die um den CMore-Effekt bereinigten operativen Kosten (Gesamtkosten abzüglich Einmalaufwendungen sowie Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen) verringerten sich um 61,4 Millionen Euro auf 536,3 Millionen Euro (-10,3 Prozent). Der aus der Entkonsolidierung von CMore resultierende Rückgang der operativen Kosten betrug 46,4 Millionen Euro. [cg]

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