Profi-Fußball weist dank TV-Einnahmen Rekord-Ergebnisse aus

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Frankfurt/Main – In den Fußball-Bundesliga-Partien rollt der Ball, als gebe es keine Wirtschaftskrise: Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) hat in der abgelaufenen Saison 2007/08 den vierten Rekorderlös in Folge erwirtschaftet, mit Bremsspuren rechnet die DFL erst zum Ende der laufenden Saison.

Dies gab die DFL Deutsche Fußball Liga GmbH am Donnerstag bei der Vorstellung des Bundesliga Reports 2009 bekannt. Die 36 Vereine und Kapitalgesellschaften erzielten Umsätze in Höhe von 1,93 Mrd. Euro und damit ein Plus von 10,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (1,75 Mrd. Euro). Dabei erwirtschafte die Bundesliga 81 Prozent des Umsatzes und die 2. Bundesliga 19 Prozent.

Insgesamt erreichte der Profifußball mit 24,7 Mio. Euro ein deutlich positives Ergebnis nach Steuern. Beim Eigenkapital gelang eine erneute Steigerung von 16,7 Prozent auf 505,3 Mio. Euro (Vorjahr: 433,1 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote der 18 Bundesliga- Clubs lag bei 34,2 Prozent, die der Zweitligisten bei knapp 25 Prozent. Bekanntheit der Bundesliga liegt bei 99 Prozent.
 
Nach Angaben der Fußball-Liga verdienen 37 684 Menschen in Deutschland mit den Profifußball ihre Brötchen (Vorjahr: 34.805; plus 8,2 Prozent). Das beschert dem Staat Einnahmen aus Steuern und Abgaben in Höhe von 665,6 Mio. Euro.
 
„Nach den Ereignissen von Winnenden fällt es schwer, einen Report zu präsentieren mit dem Motto: Menschen begeistern. Aber wir können die wirtschaftliche Krise, die vor einem Jahr noch weit weg war, nur meistern, wenn es gelingt, Menschen zu begeistern“, sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert.
 
Er rechnet spätestens in der nächsten Saison mit einer Trendwende. „In dieser Spielzeit werden wir noch nichts merken. Aber wenn es eine Weltwirtschaftskrise gibt, wird sie nicht spurlos am Fußball vorbeigehen. Wir werden die Effekte spüren und Kratzer bekommen. Es wird allerdings keine Nagelprobe für das Geschäftsmodell, dafür ist es zu stabil“, erklärte Seifert.
 
Der Bericht vermerkt auch, dass die Marke Bundesliga erneut bei allen bedeutenden Imagewerten punkten kann: So liegt die Markenbekanntheit bei 99 Prozent und als Wettbewerb zieht die Bundesliga mit 94 Prozent auch weiterhin das größte Interesse unter den Fußballinteressierten auf sich (DFB-Pokal: 77 Prozent, Champions League 76 Prozent). [mg]

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