Putin tritt im TV wie Russlands Präsident auf

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Moskau – Ein TV-Auftritt wie in Präsidententagen.Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin gibt ungern Macht ab: Er tritt im Fernsehen in einer Sendung auf, die bislang dem Präsidenten vorbehalten war.

Putin wolle im Dezember während eines Frage-und-Antwort-Marathons live zu den russischen Bürgern sprechen, sagte sein Sprecher Dmitri Peskow am Dienstag. Darüber berichtet das Nachrichtenmagazin „Focus“. „Er wird direkt auf Fragen der Bevölkerung antworten, wie er es bereits sechs Mal getan hat.“ Das war allerdings in der Zeit vom Januar 2000 bis zum Mai 2008, als der immer noch sehr populäre Politiker das Präsidentenamt inne hatte.
 
Putin gilt auch nach dem Amtsantritt seines Nachfolgers Dmitri Medwedew weiter als der starke Mann in Russland. Die Frage-und-Antwort-Sendung, die während Putins Präsidentschaft eingeführt wurde und seine Beliebtheit zu untermauern half, soll dieses Mal nur von einem Kanal direkt übertragen werden und kürzer sein. Früher hatte sie bis zu drei Stunden gedauert. [mg]

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6 Kommentare im Forum

  1. AW: Putin tritt im TV wie Russlands Präsident auf Die haben einen Ex Präsidenten dem immer noch zugehört wird, der auch immer noch was zu sagen hat. Wir haben eine Kanzlerin, eigentlich ja eher Reiseverkehrskaufrau, der keiner zuhört weil sie eh nichts zu sagen hat. Mal sehen ob ihr Deutschlands Bürger nach der nächsten Bundestagswahl zuhören wenn sie denn auch Ex ist.
  2. AW: Putin tritt im TV wie Russlands Präsident auf Wow...3 Stunden Werbeshow für Putin früher? Da war SAT1 mit der CDU Werbeshow "Zur Sache Kanzler" echt noch harmlos. Putin ist doch im Grunde immer noch Präsident a.D.. War doch sogar ne Verfassungsänderung im Gespräch, damit er nochmal wiedergewählt werden kann. Aber das hat er sich dann doch nicht getraut. Stalin und Breshnew hätten sicher ihre Freude an seinem Wirken.
  3. AW: Putin tritt im TV wie Russlands Präsident auf Russen mögen traditionell starke Identifikationspersönlichkeiten. Ob dies der Zar, Stalin, ein Gorbi, Jelzin oder eben Putin ist. Auch in den USA hat eine Person wie Obama einen extremen Kultfaktor (der nicht mehr politisch erklärbar ist). Ebenso spielen in GB die Königin, in Spanien der König (als Nachfolger des ebenfalls dominanten Francos) eine Rolle. Und in Italien ist Berlusconi ebenfalls aufgrund seines Gehabes eine polarisierende Person. Wir in Deutschland sind mit unseren "grossen" Männern (Kaiser und Führer) regelmässig aufs schlimmste auf die Schnautze gefallen. Wir können allenfalls ohne schlechtes Gewissen historischen Perönlichkeiten wie Adenauer, der uns wieder gesellschaftsfähig machte, Brandt und dessen Kniefall oder Kohl der uns Wiedervereinigte ins Gesicht schauen. Ansonsten zählen eher Fakten und Programme (egal ob diese nun stimmen oder gelogen sind). Personenkult gibt es nur noch bei Fussballtrainern, Stars oder "das Gute repräsentierenden" Religionsführern Dalai Lama, Papst. Oder wir jubeln (ohne jeglichen Einfluss nehmen zu können) einem ausländischen Kultpolitiker (Obama) zu, obwohl dieser noch nichts wirklich geleistet hat zu. Guten Gewissens können wir allenfalls das personifizierte Böse politisch korrekt und kultartig verteufeln. Ob Ajatollah, Saddam, Bin Laden, Kim Yong iloder weniger extrem aber gesellschaftlich akzeptiert Personen mit Negativimage G.W. Bush, Putin und Chinas polit. Führung. Würde eine Angela Merkel plötzlich zum kultigen Superstar, würde sie einerseits politisch extremen Angriffen ausgesetzt sein, gesellschaftlich hätten Fanclubmitglieder ebenfalls mit extremen Problemen zu kämpfen, würden wahrscheinlich in eine Ecke mit politischen oder religiösen Extremisten gedrängt. Mit sachlicher "Stammtisch"auseinandersetzung und "sachlichen" Politikern wie Merkel, Fischer, Schröder etc. ist man als Politiker wie auch Anhänger "auf der richtigen Seite".
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