Radio-Nachwuchs gesucht

0
188
© Sutipond Stock/stock.adobe.com
Anzeige

BLR-Chef schreibt offenen Brief: Informationsdienstleistung Bayerischer Lokalradioprogramme soll weiter sichergestellt sein.

Sebastian Steinmayr, Geschäftsführer der Dienstleistungsleistungsgesellschaft Bayerischer Lokalradioradioprogramme (BLR), richtet sein Bestreben darauf aus, die Informationsdienstleistung, die gerade in Corona-Zeiten immer wichtiger geworden ist, auch weiterhin sicherzustellen. 

Es wird Radio-Nachwuchs benötigt und dieser müsse auch weiterhin den privaten Radios erhalten bleiben. In einem offenen Brief beklagt Steinmayr, dass der Bayerische Rundfunk seit Jahrzehnten Mitarbeiter abwerbe. Es dürfe nicht weiter zu einem unfairen Wettbewerb zwischen privaten und öffentlich-rechtlichen Sendern um den notwendigen Nachwuchs kommen. Die privat finanzierten Sender dürften nicht als Ausbildungsakademie des öffentlich-rechtlichen Rundfunks fungieren.

Steinmayr sieht es als medienpolitischen Skandal und hat auf seinen Brief bereits viel positive Resonanz erhalten. Darin heißt es: „Lassen Sie uns in diesem Zusammenhang bitte künftig auch darüber diskutieren, ob es einer Institution wie zum Beispiel dem Bayerischen Rundfunk mit jährlichen Aufwendungen in Höhe von mehr als einer Milliarde Euro nicht gut zu Gesicht stünde, einen künftig angemessenen Anteil an journalistischen Nachwuchskräften selbst auszubilden.“ Hier bedürfe es schnellen politischen Handelns, fordert der BLR-Geschäftsführer mit Nachdruck: „Wir werden alles in unserer Macht stehende unternehmen, um diese Informationsdienstleistung auch weiterhin sicherzustellen.“

Bildquelle:

  • redakteur_Mikrofon_Medien_Laptop: © Sutipond Stock/stock.adobe.com

1 Kommentare im Forum

  1. Mal schauen, wann die Privatfunkanbieter kapieren, dass die Leute nicht dauerhaft für nix arbeiten können und wollen. Dort, wo die Privatsender anständig bezahlen, bleiben auch die Leute. Aber wenn die Miete doppelt so hoch ist wie das, was man im Job verdient, geht man. Der DLR-Chef sollte endlich mal aufwachen. Scheinselbstständige können für 170,-€/Tag brutto nicht überleben.
Alle Kommentare 1 im Forum anzeigen

Kommentieren Sie den Artikel im Forum