RBB-Affäre hat weitere personelle Folgen

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Porträt Wolf-Dieter Wolf
© rbb/Oliver Ziebe
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Der in der RBB-Affäre in die Kritik geratene Senderchefkontrolleur Wolf-Dieter Wolf hat seinen Rücktritt aus dem Verwaltungsrat bei dem öffentlich-rechtlichen Sender erklärt.

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Nach dpa-Informationen vom Dienstag ging ein entsprechendes Schreiben an die Rundfunkrats-Spitze. Auch Verwaltungsratsmitglied Martin Rennert sprach in der RBB-Sendung „Abendschau“ vom Rücktritt Wolfs.

Zuvor war bekanntgeworden, dass Wolf auch seinen Rückzug als Aufsichtsratschef bei der Sender-Werbetochter RBB Media erklärt hatte. Das teilte ein Sprecher des öffentlich-rechtlichen Senders auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Zudem hatte die Senatsverwaltung für Wirtschaft mitgeteilt, dass Wolf auch sein Aufsichtsratsmandat bei der Messe Berlin und damit den Vorsitz im Aufsichtsrat mit sofortiger Wirkung niederlege, „um einen möglichen Schaden zu Lasten der Messe Berlin GmbH zu vermeiden und auch die laufenden Untersuchungen nicht zu belasten“.

Wolf tritt wegen RBB-Affäre von allen Ämtern zurück

Das Online-Medium „Business Insider“ hatte die RBB-Affäre ins Rollen gebracht. Zusammengefasst steht die Frage im Raum, ob Wolf und die inzwischen zurückgetretene ARD-Chefin und RBB-Intendantin Patricia Schlesinger einen zu laxen Umgang mit möglichen Interessenskollisionen etwa bei der Vergabe von Berateraufträgen für ein Sender-Bauprojekt gepflegt haben könnten.

Von der Messe Berlin erhielt zudem ihr Ehemann Aufträge. Schlesinger und Wolf wiesen die Vorwürfe zurück. Derzeit laufen in beiden Häusern Untersuchungen, Ergebnisse liegen noch nicht vor. Die Staatsanwaltschaft ermittelt auch von Amts wegen gegen Schlesinger, ihren Ehemann und Wolf.

Sender stellt auch Leiterin der Intendanz frei

In der Affäre rund um Vorwürfe der Vetternwirtschaft hat der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) auch die Leiterin der Hauptabteilung Intendanz, Verena Formen-Mohr, mit sofortiger Wirkung freigestellt. Das bestätigte ein Sprecher des öffentlichen-rechtlichen Senders am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Nähere Angaben zu den Gründen für die Freistellung machte der Sender nicht.

Bildquelle:

  • df-wolf-dieter-wolf: ARD-Foto
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