RTL-Chef Zeiler: Vertrag mit Hulu nur bei Einigung über Werbung

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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RTL-Chef Gerhard Zeiler hat einen Vertrag mit dem Online-Videoportal Hulu bisher abgelehnt, da die amerikanischen Betreiber der Plattform sich weigern, der Sendergruppe das Recht einzuräumen, selbst über den Werbezeitenverkauf und die damit einhergehende Preispolitik zu bestimmen.

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Zeiler sagte während der Royal Television Society Cambridge Convention, dass er keine Chance für Online-TV-Portale wie Hulu auf dem europäischen Markt sehe, solange es Programmveranstaltern nicht erlaubt wird, auf den Plattformen anstatt nur einzelner Sendungen ihre gesamten Sender bewerben zu dürfen. Das berichtete die Tageszeitung „The Guardian“ am Donnerstag.

Der RTL-Chef habe argumentiert, dass Hulu bereits seit zwei Jahren versucht, auf dem europäischen Markt Fuß zu fassen. Das Vorhaben sei aber bislang daran gescheitert, dass die TV-Anbieter nicht auf ihre Werbeeinahmen verzichten wollen. Die Sender hätten darauf bestanden, auf der Plattform eigene Werbezwecke zu verfolgen und die Werbepreise selbst zu bestimmen. Hulu wäre dazu nicht bereit gewesen. In der heutigen Programmvielfalt, die vor allem durch internetbasiertes Fernsehen ermöglicht wird, wären die Sendermarken jedoch wichtiger denn je.
 
Zeiler äußerte auch Bedenken über den Erfolg von internetfähigen Fernsehern. Viele Käufer von Smart TVs würden ihre Geräte gar nicht mit dem Internet verbinden. Darüber hinaus würde der durchschnittliche TV-Konsument lediglich sieben bis 10 Kanäle schauen. Der RTL-Chef prognostizierte, dass die Zuschauer auch in zehn Jahren den Fernseher hauptsächlich zum Fernsehen nutzen werden. [rh]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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