Rücknahmeverpflichtung von Elektroaltgeräten wird kaum umgesetzt

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Wie die Deutsche Umwelthilfe mitteilt, wird das vor einem Jahr in Kraft getretene Gesetz zur Rücknahmeverpflichtung von Elektroaltgeräten durch den Handel kaum oder nur unzureichend umgesetzt. Auch Branchenriesen wie Saturn und Galeria Kaufhof sind von der Kritik betroffen.

Seit knapp einem Jahr verpflichtet das Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) Unternehmen unter bestimmten Voraussetzungen zur kostenfreien Rücknahme von Elektroaltgeräten. Allerdings kennen viele Verbraucher diese Voraussetzungen gar nicht. Auch können sie nicht einschätzen, bei welchem Händler sie ausgediente Elektroaltgeräte überhaupt abgeben können. Noch immer halten sich Händler nicht an gesetzliche Rücknahmeverpflichtungen. So stellen viele keine ausreichenden Verbraucherinformationen zur Verfügung. 

Beim Onlinehandel wird es richtig finster, denn der zieht sich durch das Angebot einer paketgestützten Rückgabe praktisch komplett aus der Verantwortung. Auch die Befreiung von Discountern aus der Rücknahmepflicht stellte sich im Laufe des Jahres als ein besonders großer Fehler heraus.
 
Am Donnerstag wird die Deutsche Umwelthilfe (DUH) ihre umfangreichen Testergebnisse zur Rücknahme von Elektroaltgeräten in Elektrofachmärkten, Warenhäusern, Möbelhäusern und Baumärkten vorstellen. Dabei werden nicht nur die Ergebnisse präsentiert, sondern auch erläutert, wie die DUH gegen festgestellte Verstöße, beispielsweise bei Galeria Kaufhof und Saturn, rechtlich vorgeht.

[tk]

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30 Kommentare im Forum

  1. Was soll denn auch dabei herauskommen, wenn Laien solche Gesetze verabschieden? Ich fahre in die Innenstadt suche einen Parkplatz, bezahle Parkgebühren, kaufe ein neues Elektrogerät, stelle es zu Hause auf. Das Alte, wenn defekt, wird eingepackt, wieder in die Innenstadt fahren, Parkplatz suchen, Parkgebühr bezahlen, das Gerät in das Geschäft tragen und abgeben. Wer soll sich diesen Stress antun? Es gibt doch auch Wertstoffhöfe, die besser erreichbar sind oder Sperrmüllaktionen.
  2. Das kann eigentlich nur dann machbar sein, wenn alle Elektromärkte Schrott-Container für Elektrokleingeräte aufstellen. Und wenn Elektrogroßgeräte durch die Märkte selbst geliefert und aufgestellt werden und das Altgerät wieder mitgenommen wird. Damit hat man aber längst nicht alle Fälle abgedeckt.
  3. Ich fahre nicht in die Innenstadt sondern außerhalb der City in Einkaufszentren wo für Kunden Parkplätze gratis sind und nehme das defekte Gerät gleich mit, ist 1 Weg.
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