Saban startet erneuten Anlauf: ProSiebenSat.1 soll versteigert werden

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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München – Die US-Investorengruppe um Saban plant jetzt doch einen Verkauf der Sendergruppe und hat die Investmentbanken JP Morgan und Morgan Stanley beauftragt, ein Auktionsverfahren einzuleiten.

Dies will die Financial Times Deutschland aus „verhandlungsnahen Kreisen“ erfahren haben. Anfang November möchten Saban und seine Partner die ersten Angebote auf dem Tisch liegen haben, so das Finanzblatt. Diese Nachricht kommt etwas überraschend, hatt Saban doch nach dem vom Bundeskartellamt verhinderten Verkauf der Sendergruppe an den Springer-Konzern beteuert, ProSiebenSat.1 vorerst nicht veräußern zu wollen.

Nach FTD-Angaben werden die Investoren langsam ungeduldig und wollen die Sendergruppe endlich verkaufen. Da ProSiebenSat.1 derzeit sehr gute Zahlen vorzuweisen hat, hofft man auf einen hohen Verkaufspreis. Vor allem die Entspannung der Situation auf dem TV-Werbemarkt hat sich sehr positiv auf den Medienkonzern ausgewirkt. Damit kann man wohl auch dieses Jahr wieder mit Rekordgewinne bei ProSiebenSat.1 rechnen.

Doch dies dürfte für den Verkauf nicht unbedingt förderlich sein. Zum einen verlangt nach FTD-Informationen derzeit sehr viel Geld für das Unternehmen – rund 30 Prozent mehr, als die Springer AG damals bezahlt hätte -, zum anderen ist unklar, ob die Möglichkeiten von ProSiebenSat.1 nicht vielleicht schon ausgereizt sind. Deswegen sind Gespräche mit anderen Finanzinvestoren laut FTD-Recherchen letzte Woche auch geplatzt. [lf]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

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