Sat.1 will Informations- und Nachrichtenprogramme streichen

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Die Mitarbeiter der Sendergruppe ProSiebenSat.1 müssen sich auf schlechte Nachrichten gefasst machen.

Während Konzernchef Guillaume de Posch auf der Hauptversammlung am Dienstag noch einmal für die gerade vollzogene Fusion mit dem TV-Konzern SBS werben wird, sollen im Laufe der Woche Details zum anstehenden Personalabbau bekannt gemacht werden.

Dem Renditedruck der neuen Eigentümer, den Finanzinvestoren KKR und Permira, sollen dabei vor allem die Informations- und Nachrichtenprogramme zum Opfer fallen, berichtet das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ in seiner kommenden Ausgabe. Beim kriselnden Kanal Sat.1 soll etwa die quotenstarke Sendung „Sat.1 am Mittag“ laut eines Insiders ganz wegfallen – die rund 35 Mitarbeiter sind angeblich leicht zu kündigen, ihre Verträge laufen im November aus.
 
Gestrichen werden sollen auch „Sat.1 am Abend“ und „Sat.1 News – Die Nacht“, bei der „Blitz“-Redaktion stehen womöglich ebenfalls Kürzungen an. Mit Nachrichtenchef Thomas Kausch verhandelt der Sender derzeit über seine Entlassung.
 
Von den Plänen zum Jobabbau seien konzernweit bis zu 200 Mitarbeiter betroffen, heißt es im Haus, davon etwa 60 bei Sat.1 – das entspräche dort rund einem Viertel der Belegschaft. An diesem Montag wird der Betriebsrat vorab informiert, für Freitag ist eine Betriebsversammlung in Berlin geplant. Hatten Finanzchef Lothar Lanz und Permira-Deutschland-Chef Thomas Krenz vor Monaten noch versichert, es werde keinen Jobabbau geben, räumt inzwischen selbst de Posch ein, dass ein solcher Schritt bevorsteht, so der Spiegel. Er will die Rendite in den nächsten Jahren von derzeit 22,2 Prozent auf bis zu 30 Prozent steigern, auf dem Konzern lasten zudem über vier Milliarden Euro Schulden.
 
Durch die Integration von SBS, die im Konzern unter dem Arbeitstitel „One World“ betrieben wird, sollen weitere Stellen wegfallen. Trotz der Sparpläne will sich der Aufsichtsrat auf der Hauptversammlung etwas höhere Gehälter genehmigen lassen: Künftig soll jedes Mitglied 100000 Euro im Jahr fest bekommen, die variable Vergütung entfällt. Der Vorsitzende und sein Stellvertreter kassieren dann künftig je 200000 Euro. Zum Vergleich: 2006 verdienten von den 15 Mitgliedern des Gremiums 9 unter 100.000 Euro. [fp]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

320 Kommentare im Forum

  1. AW: Sat.1 will Informations- und Nachrichtenprogramme streichen Das ist doch mal wieder das beste Beispiel mit wieviel Menschenverachtung beim privaten Dummfunk gehandelt wird. Die Mitarbeiter sitzen auf der Straße, der Zuschauer wird mit noch mehr Trash ala NEUN LIVE zugemüllt - wahrscheinlich wird SAT.1 diese Sendungen die ganze Nacht ausstrahlen. Bei jedem Cent Gebührenerhöhung der öffentlich-rechtlichen lamentieren hier viele Zeitgenossen - Freunde, dann macht euch mal hierüber hoch. Ich zahle liebend gerne meine Gebühren, damit ich eine gute Alternative zut privaten Verdummungsmaschinerie habe. Hoffentlich verschlüsseln SAT.1 Co. recht bald, allerdings müßte der "Kunde" dann bei Verwendung einer Smardcard für diese Schwachsinnsprogramme Schadensersatz bekommen. Dieses Beispiel ist ein Beweis dafür, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk nicht stark genug sein kann!
  2. AW: Sat.1 will Informations- und Nachrichtenprogramme streichen Also bei Pro7 und Sat1 von Nachrichten zu sprechen finde ich "leicht" übertrieben. Mir persönlich würde der Wegfall vermutlich nicht mal auffallen.
  3. AW: Sat.1 will Informations- und Nachrichtenprogramme streichen Und was nicht erwähnt wurde, bleibt? Ich nehme mal an, daß "Lenßen und Partner" dann das Schicksal ereilt, das "Explosiv" bei RTL durchmacht: Viele können die Sendung nicht mehr sehen. Nun, in diesem Falle wäre es mir egal.
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