Satellit und Kabel liefern sich weiter Kopf-an-Kopf-Rennen

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Der Satellit wird als Verbreitungsweg fürs Fernsehen immer beliebter. Die aktuellen Zahlen zu den Verbreitungswegen, zeigen, dass vor allem die digitalen Übertragungswege immer mehr Haushalte erreichen. Bei der Anzahl der jeweils belieferten Haushalte widersprechen sich Satelliten- und Kabelnetzbetreiber weiterhin.

Astra TV Monitor

Die Digitalisierung des Fernsehens scheint vor allem jenen Verbreitungswegen zu Gute kommen, die voll auf digitales Fernsehen setzen. Nach der Abschaltung des analogen Satellitenfernsehens am 30. April 2012 ist Sat-TV in Deutschland weiter auf dem Vormarsch. Das besagen zumindest die Ergebnisse des Astra TV-Monitors für das erste Halbjahr 2012, den der Satellitenbetreiber am heutigen Dienstag veröffentlichte. Der TV-Monitor wird vom Marktforschungsinstitut TNS Infratest in Kooperation mit den Landesmedienanstalten im Auftrag von Astra angefertigt. Die Zahl der Haushalte, die Satellitenfernsehen empfangen, ist demnach in den ersten sechs Monaten des Jahres um rund 100 000 auf insgesamt 17,6 Millionen angestiegen.
 
Damit bleibt der Satellit laut Astra der beliebteste Empfangsweg in Deutschland, während das TV-Kabel erneut einen Reichweitenverlust verbuchen musste. Die Anzahl der Kabelhaushalte sank gegenüber Ende 2011 um etwa 250 000 und liegt laut TV-Monitor jetzt nur noch bei 17,0 Millionen.  Zuwächse gab es auch für den terrestrischen Verbreitungsweg über DVB-T. Dieser erreichte im ersten Halbjahr rund 2,0 Millionen Haushalte, was einem Reichweiten-Plus von etwa 200 000 entspricht. Auch die Reichweite von IPTV stieg von 1,3 Millionen Haushalten auf 1,4 Millionen an.
 
Der Digitalisierungsgrad des Fernsehens lag laut der Studie zum 30. Juni 2012 bei etwa 77 Prozent. Dies entspricht einem Anstieg von rund sechs Prozent gegenüber dem Ende des Jahres 2011. Selbst beim Kabelfernsehen, dem letzten Verbreitungsweg, der auch analoges Fernsehen ermöglicht, nutzten im Juni bereits 8,7 Millionen Haushalte den digitalen Empfang, was einem Anteil von 51 Prozent entspricht. Anga Verband der Kabelnetzbetreiber

Die Angaben des Anga Verbandes Kabelnetzbetreibers, die sich auf den ebenfalls am heutigen Dienstag veröffentlichten Digitalisierungsbericht der Landesmedienanstalten berufen, weisen ähnliche Zahlen für die Anschlüsse aus, unterscheiden sich von den Angaben des Astra TV Monitors in dem Sinne, dass die Anzahl der Kabelhaushalte mit 18,0 Millionen angegeben wird und die Anzahl der Satellitenhaushalte mit 17,3 Millionen.
 
Der Bericht der Landesmedienanstalten belegt jedoch ebenfalls den Anstieg beim Empfang von digitalem Kabelfernsehen. Demnach nutzen 48,2 Prozent der Kabelkunden bereits den Digitalempfang. Dies sei ein Anstieg von sechs Prozent gegenüber 2011. Im Vergleich zum Astra TV Monitor belegen die Zahlen des Digitalisierungsberichtes jedoch nicht, dass bereits mehr als die Hälfte der Kabelkunden den digitalen Empfang nutzen würde.
 
Festzuhalten bleibt, dass sich Satelliten- und Kabelnetzbetreiber bei den Zahlenangaben zu den einzelnen Verbreitungswegen weiterhin widersprechen. Der Trend hin zu mehr Digitalisierung ist jedoch deutlich erkennbar. [ps]

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51 Kommentare im Forum

  1. AW: Satellit und Kabel liefern sich weiter Kopf-an-Kopf-Rennen Na, mal schauen, ob nicht kurz nach dem 01.01.2013 (an alle Untergangstheoretiker : Ich lasse den 21.12.2012 einmal einen ganz normalen Tag sein) eine Plattform da einen gewaltigen Spurt ansetzt...
  2. AW: Satellit und Kabel liefern sich weiter Kopf-an-Kopf-Rennen Wenn man den Betreibern von Kabel, Sat und DVB-T Glauben schenkt, dann haben wir alle alle einen Kabel, Sat und DVB-T Anschluß. Das ist ja wie die Kundenzahlen der Mobilfunkkonzerne, wonach jeder Deutsche, egal welchen Alters mindestens drei Anbieter gleichzeitig nutzt...
  3. AW: Satellit und Kabel liefern sich weiter Kopf-an-Kopf-Rennen Bei so einer Konstellation nutzt man Kabel aber höchstens analog.
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