SBS-Übernahme: ProSiebenSat.1 erwartet keine Probleme

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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München – Der TV-Konzern ProSiebenSat.1 plant derzeit die Übernahme des europaweiten Fernsehanbieters SBS und erwartet dabei keine Probleme mit dem Bundeskartellamt und der Medienaufsicht.

Wie Guillaume de Posch, der Chef von ProSiebenSat.1 in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung (Mittwochsausgabe) erklärte, möchte man einen paneuropäischen integrierten Medienkonzern schaffen. SBS ist de Posch zufolge in neun Ländern aktiv und der neue Konzern würde über 24 Free-TV-Sender verfügen. Derzeit prüfe man die Synergien, und will eine Unternehmensbewertung von SBS durchführen.

Wie konkrete Synergien aus dem Zusammenschluss aussehen könnten, vermag de Posch nicht zu beantworten: „Für Zahlen ist es noch zu früh. Wir passen sehr gut zusammen: Die Kulturen sind ähnlich, wir verfolgen die gleiche Strategie“, so der P7S1-Chef. Das Bundeskartellamt habe dem Unternehmen keine Wachstumsmöglichkeiten inm Kerngeschäft, dem werbefinanzierten Fernsehen, im Inland mehr gelassen, deswegen wolle man jetzt international expandieren. Es sei zudem das erste Mal, dass ein Konzern an allen Sendern zu 100 Prozent beteiligt ist. Dies mache es einfacher, Synergien zu heben.
 
Die endgültige Übernahme von SBS strebt de Posch noch in diesem Jahr an. „Wir haben gerade von unserem Aufsichtsrat grünes Licht bekommen, einen Zusammenschluss zu prüfen. In spätestens vier Monaten, also Ende Juli, werden wir eine Entscheidung treffen. Vorausgesetzt, wir einigen uns, könnte die Transaktion in diesem Jahr abgeschlossen werden.“ Man prüfe gerade, welche Behörden in welchen Ländern zustimmen müssen. „In Deutschland erwarten wir übrigens keine Probleme mit dem Bundeskartellamt und der Medienaufsicht“, so de Posch zur Süddeutschen. [fp]

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