Sky baut Stellen ab: „Stück weit neu erfinden“

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Mit einem personellen Umbau will sich der Pay-TV-Sender Sky auf die zukünftigen Bedürfnisse seiner Kunden einstellen, wie Deutschland-Chef Carsten Schmidt in einem Interview erklärt. Viel Live-Sport soll die Kundenzufriedenheit steigern.

In einem Interview mit dem Handelsblatt geht Schmidt auf die Veränderungen bei Sky seit der Übernahme durch den NBC-Mutterkonzern Comcast ein. Nach einem rasanten Mitarbeiterwachstum in den vergangenen Jahren, wolle man nun Entscheidungswege noch effektiver gestalten und agiler werden. Am Standort Unterföhring beschäftigt Sky rund 2.000 Mitarbeiter und für eine zweistellige Zahl an betroffenen Positionen sowie einer niedrigen zweistelligen Zahl an Führungskräften gibt es wohl keine Zukunft mehr.

Mit der Zentralisierung innerhalb der Sky-Gruppe mit Pay-TV-Sendern in Italien, Deutschland, Österreich und Großbritannien habe dieser Personalumbau nicht direkt zu tun. Immerhin würden auch neue Stellen ausgeschrieben. „Ich kann das Unternehmen genauso frei führen wie eh und je.“ Man erhalte die optimale Unterstützung und könne Synergien perfekt nutzen.
 
Ein Kundenwachstum wie auch weiter steigende Zufriedenheit erwartet Schmidt sich vom Kauf der TV-Rechte der englischen Fußball-Liga Premier League. Durch den Rückgewinn der Liga aber auch durch die Formel 1 habe Sky in Kombination mit den bestehenden Sportrechten mit 9.000 Live-Stunden das beste Portfolio im Livesportbereich überhaupt.
 
Wie sich die Preise bei der nächsten Rechtevergabe der Fußball-Bundesliga entwickeln, mag Schmidt nicht zu sagen. „Zurzeit läuft die vom Bundeskartellamt in Abstimmung mit der DFL durchgeführte Marktbefragung potenzieller Interessen für die neuen Bundesligarechte. Es wird sich zeigen, wie die Paketierung aussehen wird und ob es mehrere Käufer geben muss, oder auch ein einziger Bieter zum Zuge kommen darf,“ so der Sky-Chef zum Handelsblatt. [fp]

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133 Kommentare im Forum

  1. Vernünftige Preise für alle machen. Zack! Schon entfallen die ganzen Kosten für die Callcenter!
  2. Verstehe einer den Schmidt. Ausgerechnet Sport, was laut älteren Aussagen (aus 2018) bei Sky nur noch versehentlich im Programm sei wolle man reinbuttern. Ja wie denn nun?
  3. Die Premier League wird also zusätzliche Kunden bringen. Da kenne ich hier aber so manchen Forumsbeitrag, als es um DAZN ging, dass die Premier League nur ein Nischenprodukt ist und daraus keine signifikanten Aboverkäufe resultieren.
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