Sony und Sharp weiterhin mit tiefroten Zahlen

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Schwere Zeiten für die japanische Elektronik-Branche. Die Unternehmen erleben derzeit eine beispiellose Durststrecke mit tiefroten Zahlen. Brenzlig ist die Lage besonders bei Sharp. Der Hersteller muss zum wiederholten Male einen Rekordverlust melden.

Die schlechten Nachrichten aus der japanischen Elektronik-Industrie kommen Schlag auf Schlag. Sharp erwartet einen zweiten Rekordverlust in Folge und sieht sich in einem Überlebenskampf. Sony kommt trotz aller Sanierungs-Bemühungen bisher nicht aus den roten Zahlen. Konkurrent Panasonic kündigte bereits am Vortag einen weiteren riesigen Verlust für das laufende Geschäftsjahr an.
 
Bei Sharp wird die Krise mit dem weiteren Rekordverlust besonders akut. In einer Börsenmitteilung musste Sharp einräumen, dass die Lage Zweifel am Fortbestand des Unternehmens aufwerfe. „Wir werden unser Geschäft weiter umbauen, um diese Umstände zu überwinden“, zitierte die Finanznachrichtenagentur Bloomberg aus dem Papier. Sharp-Chef Takashi Okuda zeigte sich betroffen über das Eingeständnis und versprach bessere Zahlen.

Der Verlust im noch bis Ende März laufenden Jahr dürfte 450 Milliarden Yen (4,3 Mrd Euro) erreichen, teilte Sharp am Donnerstag mit. Grund sei vor allem die sinkende Nachfrage bei Fernsehern, aber auch im eigentlich boomenden Markt der Smartphones und Tablets kann Sharp seine Displays bisher nicht so gut platzieren wie die Konkurrenz. Der Konzern hatte zwar bereits mit Verlusten im laufenden Geschäftsjahr gerechnet, sie sollten aber nur etwa halb so hoch ausfallen. Im Jahr davor hatte Sharp bereits gut 376 Milliarden Yen verloren.
 
Den japanischen Elektronik-Unternehmen machen vor allem die sinkenden Verkäufe von Flachbild-Fernsehern und der starke Yen zu schaffen. Die Rivalen aus Südkorea wie Samsung und LG erwiesen sich in dieser Situation als wendiger und aggressiver.
 
Bei Sony will der neue Konzernchef Kazuo Hirai mit einem rigiden Sparkurs, aber auch Innovationen die Kette von hohen Jahresverlusten brechen. In dem Ende September abgeschlossenen zweiten Geschäftsquartal gab es allerdings den nächsten Verlust in Höhe von 15,5 Milliarden Yen (149,5 Mio Euro). Sony sieht sich aber weiterhin auf Kurs, im gesamten Geschäftsjahr einen Gewinn von 20 Milliarden Yen (knapp 193 Mio Euro) einzufahren.
 
Sein Geschäft mit TV-Geräten will Sony wie bisher geplant erst bis März 2014 in die Gewinnzone bringen. Im vergangenen Quartal gelang es immerhin, den operativen Verlust der Sparte Unterhaltungselektronik im Jahresvergleich von 41,8 auf 15,8 Milliarden Yen (152,4 Mio Euro) zu senken. Allerdings brach auch der Umsatz um ein Viertel ein. Der Bereich Smartphones und Computer schrieb Verluste, während die Spielesparte nur einen dünnen operativen Gewinn einbrachte.
 
Panasonic kündigte bereits am Vortag einen Verlust an, der mit 765 Milliarden Yen (7,4 Mrd Euro) fast genauso hoch ausfallen soll wie das Rekord-Minus des Vorjahres. Zusammen mit den 772 Milliarden Yen im Jahr davor verliert Panasonic damit in 24 Monaten umgerechnet 14,8 Milliarden Euro. Nun wird der Sparkurs verschärft und das Smartphone-Geschäft in Europa nach nur wenigen Monaten wieder aufgegeben. [dpa/ps]

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8 Kommentare im Forum

  1. AW: Sony und Sharp weiterhin mit tiefroten Zahlen Tja, so ändern sich die Zeiten... In den 80ern und 90ern wurden fast alle deutschen Hersteller durch die Japaner, insbesondere auch Sony, verdrängt. Jetzt werden die Japaner durch die Südkoreaner, v.a. Samsung, verdrängt. Mal sehen, welches Land die Südkoreaner verdrängen wird - mein Tipp: China.
  2. AW: Sony und Sharp weiterhin mit tiefroten Zahlen panasonic und sharp machen riesen fehler. keine investitionen in mobiletelefone. das dümmste was man machen kann! wenn panasonic glaubt mit 1 andoird handy für den internationalen markt grosse sprünge zu machen - und das bei null marketing aktivität - dann haben sie verdient pleite zu gehen. das ist eine so ignorante strategy! sharp baut super handys - vermarktet sie aber nur in japan. soll mal einer verstehen. die distributionswege sind schon da. die haben die kontakte mit mediamarkt, saturn, EP und wie sie alle heissen. sie haben das produkt. und was machen sie? nichts! sie legen sich wörtlich zum sterben auf die strasse. das management dieser firmen ist verantwortlich für diese krise. und zwar ganz allein. die produkte sind wirklich gut. vorallem besser als die vom samsung und lg. investitionen in boomländern? ich lebe in brasilien. wo sind sharp und panasonic? das feld wird kampflos lg und samsung überlassen. der einzige japaner der sich wehrt ist sony. panasonic ist eine randerscheinung und sharp findet nicht statt. japanische unternehmen sind zu konservativ. keine risiken. fokus erstmal auf japan. als hätte die noch nix von globalisierung gehört. sony und die japanischen autobauer sind grosse ausnahmen. die südkoreaner sind da viel schlauer. südkorea wird den markt für elektronik langfristig beherrschen. was dann in 10 jahren ist weiss niemand. ich denke aber in japan wird nur sony überleben. bleibt zu klären wie die zahlen bei toshiba aussehen. kann aber nicht viel besser sein als beim rest.
  3. AW: Sony und Sharp weiterhin mit tiefroten Zahlen panasonic hat garnicht angefangen. ein telefon macht keinen unterschied! zumal viele leute nichtmal wussten das panasonic nun ein android gerät im portfolio hat. wie auch? abgesehen vom einem auftritt auf dem MWC 2012 fand kein marketing statt. selbst malermeister müller aus böblingen macht da mehr.
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