Sony und Warner drängen auf chinesischen Online-Markt

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Der chinesische Online-Videoanbieter Ku6 Media darf ab Oktober mehrere hundert Filme und TV-Episoden von Sony Pictures Television und Warner Bros. im Internet vertreiben. Alle drei Partner schlossen einen entsprechenden Vertrag.

Ab Oktober sollen chinesische Internetsurfer auf die neuen Inhalte von Ku6 Zugriff bekommen. „China ist ein Zukunftsmarkt für die Filmstudios, wenngleich die Voraussetzungen denkbar schwierig sind“, sagte Klaus Prucker, zuständig für China und Hongkong bei Sony DADC Austria der Nachrichtenagentur Pressetext.

Ein großes Problem ist laut Prucker die Internetpiraterie. Raubkopien seien in China noch populärer und noch leichter erhältlich als hier in Europa. Man bekomme im Internet so gut wie alles gratis. Zwar sei auch in China die Internetpiraterie verboten, dort werde sie aber nicht bekämpft. Ein weiteres Problem war, dass ausländische Unternehmen in China keine Inhalte verbreiten dürfen. „Alles muss über chinesische Unternehmen laufen, die staatlicher Kontrolle unterliegen“, erklärt Prucker.

So wie Ku6 Media versucht auch Youku, Chinas größte Videoplattform mit 30 Millionen Zugriffen pro Tag, an Verträge mit US-Studios heranzukommen. Beide Seiten erhoffen sich dadurch das große Geld. „Chinesische Videosharing-Seiten haben teils enorme Reichweiten, besitzen im Unterschied zu Youtube jedoch kaum User-generierte Inhalte. Deshalb ist es ihnen bisher noch kaum gelungen, ein Geschäftsmodell zu entwickeln, das ihnen Gewinne bringt“, erklärt Duncan Clark vom chinesischen Technik-Consulter BDA. [mw]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

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