Spanischer Pay-TV-Riese Digital+ kämpft gegen Kundenschwund

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Die Krisenstimmung bei der spanischen Pay-TV-Satellitenplattform Digital+ hält an. Der Betreiber Prisa musste am Dienstagabend wenig erfreuliche Geschäftszahlen ausweisen.

Den Angaben zufolge schrumpfte die Basis der zahlenden Kunden seit Jahresbeginn um 24 523 auf 1 760 320 Abonnenten. Im Vergleich zu Juni 2010 büßte Digital+ sogar 85 485 Vertragsverhältnisse ein. Noch im Juni hatte Prisa Anzeichen für einen Aufschwung gesehen, weil erstmals seit 18 Monaten mehr Neuverträge als Kündigungen registriert werden konnten.

Der Gewinn vor Steuern, Abschreibungen und Zinsen (EBITDA) beliefsich für den Zeitraum Januar und August 2010 auf 189 Millionen Euro.Jeder Abonnent spülte monatlich im Durchschnitt 41,70 Euro in die Kassendes Unternehmens. 800 000 Kunden und damit 45 Prozent buchen dasFußballpaket Canal+ League mit Live-Übertragungen aus der oberstenfranzösischen Spielklasse.
 
Digital+ wird über die Satellitenpositionen 19,2 Grad Ost (Astra) und30 Grad West (Hispasat) mit Nagravision-3-Codierung verbreitet. DiePlattform ging aus einer Fusion der Konkurrenten Canal Satelite Digitalund Via Digital hervor. Von jüngst geschlossenenVertriebspartnerschaften mit Jazztel, Telecableund Orange erhofft sich das Unternehmen nach eigenen Angaben einenüberfälligen Aufschwungbei der Neukundengewinnung. [ar]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

5 Kommentare im Forum

  1. AW: Spanischer Pay-TV-Riese Digital+ kämpft gegen Kundenschwund Würden sie nicht so streng mit den Abo-Bestimmungen sein, würden bestimmt einige in Europa auch deren Angebot abonnieren. Das würde die Abo-Zahlen bestimmt merklich nach oben ziehen.
  2. AW: Spanischer Pay-TV-Riese Digital+ kämpft gegen Kundenschwund ..zumal sie schon einen 3D-TV-Kanal betreiben, von dem man hier in der BRD nur träumen kann...
  3. AW: Spanischer Pay-TV-Riese Digital+ kämpft gegen Kundenschwund Digital+ kann wohl kaum europaweit angeboten werden. Die EU müsste dazu allerdings Nägel mit Köpfen machen oder EUGH endlich ein Urteil fällen (falls das noch aussteht).
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