Speicherchips sorgen für satte Gewinne bei Samsung

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Das Auf und Ab bei Samsung hält an. Nach dem brennenden Galaxy Note 7 und Korruptionsvorwürfen konnte der koreanische Hersteller mal wieder Positives vermelden. So sorgte das Chip-Geschäfte für einen klaren Gewinnsprung.

Samsung hat dank glänzender Geschäfte mit Speicherchips einen kräftigen Gewinnsprung verzeichnet. Der Überschuss stieg im Jahresvergleich um 46 Prozent auf 7,7 Billionen Won (6,2 Milliarden Euro), wie der Marktführer bei Smartphones, Speicherchips und Fernsehern am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz kletterte um zwei Prozent auf 50,6 Billionen Won. Für das zweite Quartal erwartet Südkoreas Vorzeigeunternehmen einen weiteren Wachstumsschub nicht nur durch „fortlaufend robuste Erträge“ durch die Chipsparte, sondern nach der Markteinführung der Smartphone-Spitzenmodelle Galaxy S8 und S8 Plus auch bessere Geschäfte im Bereich mobile Kommunikation.

Samsung beschloss unterdessen nach monatelanger Prüfung, doch keine Dachgesellschaft zu bilden. Der US-Investor Elliot Management, der Aktionär bei Samsung Electronics ist, hatte mehrfach einen Konzernumbau zur Vereinfachung der Unternehmensstruktur, einschließlich der Schaffung einer Holding, gefordert. Als Grund für seine Ablehnung nannte Samsung unter anderem ein unsicheres „rechtliches und ordnungspolitisches“ Umfeld.
 
Samsung führte den Geweinnanstieg im ersten Quartal vor allem auf das gute Abschneiden der sogenannten Komponentengeschäfte, speziell der Bereiche Halbleiter und Displays zurück. Die Geschäfte seien vor allem wegen ansteigender und starker Verkäufe von Premiumprodukten gut gelaufen. „Aber der Umsatz des Bereichs mit Mobilgeräten ging infolge eines Rückgangs der Verkäufe von Flaggschiff-Produkten zurück.“
 
Samsung ging es zuletzt auch darum, das Fiasko mit den Akku-Bränden bei seinem Smartphone Galaxy Note 7 im vergangenen Herbst hinter sich zu lassen und möglichen Imageschaden zu begrenzen. Der doppelte Rückruf des Geräts dürfte den Apple-Konkurrenten mit Kosten in Höhe von rund fünf Milliarden Euro belastet haben.
 
Zumindest für kurze Zeit kostete es den Südkoreanern auch den Spitzenplatz unter den Smartphone-Anbietern. Viel Hoffnung liegt daher nun auf dem Galaxy S8, das im April in den Handel kam. Die Zahl der Vorbestellungen übertraf bisher die Erwartungen.
 
Der positive Ausblick dürfte bei Samsung auch im Blick auf den laufenden Prozess gegen den 48-jährige Erben des Samsung-Imperiums, Lee Jay Yong, sorgen. Lee, der derzeit in Untersuchgungshaft sitzt, werden Präsidentenbestechung, Untreue und Meineid vorgeworfen. [dpa/buhl]

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