Springer macht Rückzieher

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Berlin – Das Verlagshaus Axel Springer zieht sein Auflagenangebot zum Verkauf des TV-Senders ProSieben gegenüber dem Bundeskartellamt zurück.

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Springer stellte einen Antrag auf Fristverlängerung bis zum 27. Januar 2006, welcher vom Bundeskartellamt heute stattgegeben wurde.

Der Verlag hatte das Angebot zur Veräußerung des Senders ProSieben gemacht, um die kartellrechtliche Genehmigung der Übernahme der ProSiebenSat.1 Media AG zu erlangen. Das Bundeskartellamt hatte am 11. Januar 2006 mitgeteilt, es werde das Zusammenschlussvorhaben freigeben, wenn der Sender ProSieben vor Vollzug der Übernahme veräußert und aus der gemeinsamen
Werbevermarktung der Sendergruppe ausgegliedert wird.

Die Axel Springer AG hatte vorgeschlagen, den Sender ProSieben in einer angemessenen Frist nach Vollzug der Transaktion zu veräußern. Dies hätte das Bundeskartellamt in Form einer verbindlichen Auflage zu seiner Freigabeentscheidung festlegen können, was vom Bundeskartellamt jedoch abgelehnt wurde. Die Axel Springer AG hat daraufhin den Vorschlag des Bundeskartellamts einer vertieften Prüfung unterzogen. Diese hat ergeben, daß die Forderung des Bundeskartellamts rechtlich nicht in Betracht kommt. Sie liefe darauf hinaus, daß die Axel Springer AG einen Sender verkaufen müßte, bevor dieser ihr überhaupt gehört. [mg]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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