Stern: Immer mehr Betroffene durch Spitzel-Affäre der Telekom

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Hamburg – Die Spitzel-Affäre bei der Deutschen Telekom nimmt immer größere Ausmaße an.

Nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft in Bonn hat der Sicherheitsdienst des Konzerns zwischen 2005 und 2006 von mindestens 60 Personen Telefon-Verbindungsdaten erhoben und ausgewertet. Das berichtet das Hamburger Magazin „Stern“ in seiner neuen, am Donnerstag erscheinenden Ausgabe.
 
Bislang war von 55 Betroffenen die Rede. Unter den Opfern der Aktion sind neben Journalisten, Betriebsräten sowieMitgliedern des Arbeitnehmerflügels im Aufsichtsrat auch zwei damalige Vorstandssekretärinnen, darunter die des damals amtierenden Konzernchefs Kai-Uwe Ricke.
 
Einige der Personen, die ausgespäht wurden, hatten mit der Telekom beruflich kaum oder gar keine Berührungspunkte: Neben dem Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes Michael Sommer und dem Verdi-Vorsitzenden Frank Bsirske, von denen vorige Woche bekannt wurde, dass sie bespitzelt wurden, trifft dies auch auf Dietmar Hexel zu.
 
Hexel ist Mitglied im DGB-Bundesvorstand. „Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet, dass ich betroffen bin“, sagte er dem „Stern“, „Ich habe mit der Telekom gar nichts zu tun. Ich ziehe daraus den Schluss, dass ich wichtige Dinge nicht mehr am Telefon besprechen kann.“ Bei den Betroffenen wächst der Verdacht, dass sich die Sicherheitsabteilung nicht nur Zugang zu Verbindungsdaten verschaffte, sondern auch zu Inhalten von Gesprächen oder
Mail-Verkehr.
 
Betriebsrat Wolfgang Borkenstein, dessen Handy-Daten ebenfalls ausgespäht wurden, sagte: „Ich gehe davon aus, dass auch abgehört wurde. Verbindungsdaten machen doch sonst gar keinen Sinn.“[mg]

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1 Kommentare im Forum

  1. AW: Stern: Immer mehr Betroffene durch Spitzel-Affäre der Telekom Wer Schlüssellöcher herstellt und verkauft, unterliegt der Versuchungm selbst mal durchzuschaun
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