Struve kündigt radikales Vorgehen gegen Schleichwerbung an

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Berlin – Nach dem Skandal um verbotene Schleichwerbung in der ARD will Programmdirektor Günter Struve hart durchgreifen.

Ein „Regime von Angst und Schrecken“ kündigte er während einer Podiumsdiskussion in Berlin an.Wer als Produzent Verträge nicht einhalte, müsse mit Sanktionen rechnen und setze möglicherweise sein Unternehmen aufs Spiel, wenn er keine Aufträge mehr von einem großen Anbieter bekomme. Ihm sei kein anderer Weg eingefallen als „schärfste Verfolgung“ möglicher Verstößej, so Struve. Er habe es vor sechs bis acht Wochen noch für unvorstellbar gehalten, dass so etwas im „Marienhof“ passieren könne, räumte Struve ein. Die Schleichwerbung in der Serie sei aber „so raffiniert angelegt“ gewesen, dass es keiner bemerkt habe.
 
Die unlauteren Praktiken waren durch Berichte des Branchendienstes „epd medien“ und der Zeitschrift „Journalist“ bekannt geworden.
 
Am Freitag wird sich in München der Aufsichtsrat der Bavaria Film, die die Soap produziert, mit dem Fall und möglichen Konsequenzen beschäftigen. An der Sitzung werden auch die Intendanten der an der Bavaria beteiligten ARD-Häuser teilnehmen, die zugleich Aufsichtsratmitglieder der Bavaria Film sind. In den Produktionsverträgen ist Schleichwerbung untersagt. [mg]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

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