Studie: Digitale Medienwelt hungert nach Inhalten

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Kronberg/München – Accenture kommt in einer weltweit durchgeführten Studie zu dem Schluss, dass mit der zunehmenden Anzahl von Vertriebskanälen der Hunger auf neue exklusive Inhalte zunehmen wird.

Die neuen digitalen Verbreitungswege führen demnach zu einem grundlegenden Wandel der Medien- und Unterhaltungsbranche und das Wachstum in den kommenden Jahren beschleunigen. Um die Wachstumspotenziale auszunutzen, müssten Unternehmen jetzt die richtigen Entscheidungen treffen. Accenture hat dazu mehr als 130 Top-Manager der Branche zu ihren Zukunftsstrategien befragt.

Nach Ansicht der Studienteilnehmer sind neue Vertriebswege und neue Inhalte der Wachstumsmotor, zwei Drittel erwarten sogar, dass die neuen Wege Online, Mobilfunk, Sat- und Kabel-TV sowie IPTV das Wachstum treiben werden. Ein Fünftel prognostiziert das Wachstum der Medienbranche vor allem durch neue Inhalte und Formate. Über vier Fünftel sehen diejenigen, die selbst Inhalte und Formate anbieten in der besten Wettbewerbsposition. Die gleichzeitige Vermarktung der Inhalte über mehrere Wege sei die eigentliche Herausforderung, so Dr. Nikolaus Mohr, Geschäftsführer Media und Entertainment bei Accenture.
 
Am stärksten werden sich, nach Meinung der Befragten, die Bereiche Fernseh-Formate (50 Prozent), Werbung (31 Prozent), Videospiele (23 Prozent), Verlagsprodukte (22 Prozent), Musik (22 Prozent) und Filme (21 Prozent) vergrößern.
 
Die Telekommunikationsunternehmen, die ja die Infrastruktur bieten, reagieren und wollen nun auch eigene Unterhaltungsangebote vermarkten. Unter den Befragten glauben 60 Prozent, dass die Branche für den kommenden Wettbewerb gut gerüstet ist, für Kabel- und Sat-Betreiber prognostizieren 44 Prozent eine gute Position, der Einzelhandel als Vertriebskanal wird mit 14 Prozent eher schlecht eingeschätzt.
 
Die größten Zuwächse soll es nach der Studie bei den Online-Plattformen (90 Prozent), den mobilen Diensten (73 Prozent) sowie Satelliten- und Kabelkanälen (41 Prozent) geben. Auch IPTV hat mit 36 Prozent noch gute Chancen. Trotzdem die Hälfte der Deutschen mit dem Begriff IPTV derzeit nichts anfangen kann ist die große Mehrheit der Führungskräfte aus der TV-Branche (78 Prozent) der Meinung, dass dadurch das TV-Geschäft grundlegend revolutioniert wird. [sch]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

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