Studie: Elektronische Programmführer werden wenig genutzt

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Berlin – EPGs, also Elektronische Programmführer in Set-Top-Boxen, spielen in Deutschland bislang noch kaum eine Rolle in der Wertschöpfungskette des digitalen Fernsehens und werden von den Nutzern noch wenig in Anspruch genommen.

Das ist das Ergebnis einer Studie, die von der Kommission für Zulassung und Aufsicht der Landesmedienanstalten (ZAK) zur Elektronischen Programmführung im digitalen Fernsehen in Deutschland in Auftrag gegeben wurde. Sie wurde jetzt in Berlin vorgelegt und im Rahmen eines Workshops mit Fachleuten erörtert.

Derzeit werden die EPGs jedoch gezielt weiterentwickelt. Wesentliche Faktoren dabei sind die neue Gerätegeneration mit PVR-Funktion und hybride Empfänger, die Fernsehen mit den interaktiven Möglichkeiten des Internets verbinden. Der EPG soll dort zum Herzstück des Geräts werden, das dem Nutzer die Auswahl der gewünschten Inhalte und Sendungen erleichtert.
 
Dr. Hans Hege, Beauftragter für Plattformregulierung und Digitalen Zugang der ZAK, der die Federführung für die Studie hatte, sagte: „Die Studie beleuchtet ein bislang noch wenig untersuchtes Gebiet. Mit ihr wollen wir einen Impuls geben für die Fortentwicklung dieser Systeme, die wiederum für den Erfolg der Digitalisierung ein bedeutender Faktor sind.“
 
Die Studie beschreibt die wesentlichen Player im EPG-Markt in Deutschland und ihre Rolle bei der weiteren Entwicklung der Systeme ebenso wie die Bedeutung für die Nutzer. Konkret erfahrbar wurde das für die Teilnehmer des Workshops anhand von Demonstrationen namhafter EPG-Anbieter. NDS, Sony (tvtv) und Axel Springer (Digital TV Guide) stellten aktuelle EPG-Lösungen vor und gaben einen Ausblick auf künftige Entwicklungsschritte. Diese sollen dem Fernsehnutzer künftig die nahtlose Navigation zu Bewegtbildangeboten verschiedener Anbieter und auch unterschiedlicher Plattformen ermöglichen.
 
Die Studie „Elektronische Programmführung im digitalen Fernsehen – Nutzerstudie und Marktanalyse“ ist im Vistas-Verlag erschienen. Die Beiträge des EPG-Workshops sind im Internet unter www.alm.de abrufbar. [mth]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

67 Kommentare im Forum

  1. AW: Studie: Elektronische Programmführer werden wenig genutzt Das ist wieder so eine Unsinnsstudie, die belegen soll, dass ein neuer "interaktiver" EPG her muss, natürlich gegen Bezahlung. Die EPG Gebühr ist ja gescheitert. Was kann man beim EPG auch nutzen.
  2. AW: Studie: Elektronische Programmführer werden wenig genutzt Also, seit ich Jags EPG im Topfield nutze fasse ich keine Fernsehzeitung mehr an! Bei uns nutzt die ganze Familie nur noch das EPG. Vielleicht liegt das Problem der Studie daran das viele EPGs, vor allem die in Premiere Receivern, einfach nur absolut schrottig sind!
  3. AW: Studie: Elektronische Programmführer werden wenig genutzt Was nur an der unterentwickelten Hard und Software liegt.
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