Studie: Jugendliche von heute stark vernetzt – TV bleibt Nummer Eins

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Berlin – Jugendliche von heute sind keine Technik-Nerds, sondern nutzen neue Technologien gezielt zur Kommunikation.

So die Ergebnisse einer weltweiten Studie von MTV Networks und Microsoft zur Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen in der digitalen Welt. Die Kommunikationsmöglichkeiten der Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der digitalen Welt haben sich zwar vervielfacht, doch Interessen an Themen wie Musik, Lifestyle, Sport, dem Freundeskreis und Selbstverwirklichung veränderten sich nur wenig.

Jugendliche sind heute über Internet und Mobiltelefone eng vernetzt. Dabei beschleunigt sich die Verbreitung von unterschiedlichen Inhalten über diese Netzwerke. Junge Menschen sind heute professionelle Multitasker – die gleichzeitige Nutzung von mehreren Medien ist Normalzustand. Fernsehen bleibt aber die beliebteste Freizeitbeschäftigung und wird häufig ausschließlich genutzt. 59 Prozent der international befragten 8-14-Jährigen zieht als Medium Nummer Eins noch immer das Fernsehen dem PC vor.
 
Deutsche Jugendliche haben im Schnitt 35 Freunde, wovon 11 reine Online-Freunde sind, die sie noch nie persönlich getroffen haben. Im Handy haben Deutschlands Junioren circa 86 Telefonnummern gespeichert und in verschiedenen Social Communities haben sie etwa 55 Freunde. Im internationalen Vergleich hat der durchschnittliche junge Mensch mit Zugang zur digitalen Welt sogar im Schnitt 94 Kontakte im Mobiltelefonspeicher und 86 Freunde in Web-Gemeinschaften.
 
Trotz dieser Erkenntnisse sind die Jugendlichen von heute weder in Deutschland noch in den anderen der insgesamt 16 Länder, die im Rahmen der Studie „Circuits Of Cool“ untersucht wurden, absolute Technik-Nerds – vielmehr wissen sie die technischen Möglichkeiten der digitalen Welt bewusst und gezielt zu nutzen. Nur 20 Prozent der 14-24-Jährigen gaben an, „technikinteressiert“ zu sein. Sie können vielmehr mehrere Sachen gleichzeitig tun und sind sehr fähig im Filtern verschiedener Informationen und Kanäle. [sch]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

5 Kommentare im Forum

  1. AW: Studie: Jugendliche von heute stark vernetzt - TV bleibt Nummer Eins hab auch meistens 2 bis 3 sachen auf einmal, meisten Laptop und TV, bzw. 3 verschiedene TV Programmzeitgleich anschauen, wie zur Zeit z. B., BR mit'n Oktoberfest, Tennis aufn DSF und Basketball EM 2005 Viertelfinale über DVD, dazu schreib ich dass noch
  2. AW: Studie: Jugendliche von heute stark vernetzt - TV bleibt Nummer Eins wohl eher professionelle strommverschwender zu denen ich mich leider auch zählen kann. es wird nicht vieles parallel genutzt sondern erstmal alles elektronische angeschaltet was sich im zimmer befindet, völlig egal ob mans grade braucht oder nicht. der fernseher läuft als hintergrundberieselung aber wirklich wahrnehmen tut ihn auch keiner sofern man grade am pc sitzt. jo habe ich auch, wie z.b. viele andere die studivz und co nutzen. die meisten typen die sich mir da als freunde angeboten haben kenne ich schlicht überhaupt nicht oder habe auch sonst nix mit denen zu tun, eher der wahn "die größte freundesliste von allen zu haben". die andere hälfte sehe ich sowieso fast täglich. die kommunikationsmedienanzahl steigt zwar, doch kann ich nicht unbedingt sagen dass die jugendlich sich ihrer effektiv und gezielt bedienen. statt einfach mal den hörer in die hand zu nehmen und einen termin, ein gespräch oder ein problem in 2minuten am telefon zu besprechen wird lieber ne halbe stunde lang von jeder partei 10sms abgeschickt. nicht grade wirtschaftlich oder sinnvoll.
  3. AW: Studie: Jugendliche von heute stark vernetzt - TV bleibt Nummer Eins Irgendwie sind die Aussagen dieser Untersuchung derartig banal. Radio läuft auch bei mir sehr häufig. Egal ob ich Autofahre, Koche, am Computer sitze, ein Schläfchen halte, lese oder telefoniere. Auch die Glotze läuft oft während anderer Tätigkeiten, z.b. wenn man am Computer sitzt, etwas isst, eine Zeitung liest, (bei Stummgeschaltetem Ton) telefoniert. Allerdings, während ich am Computer etwas arbeite,läuft höchtens Radio oder TV nebenbei - evlt. bei einer Netmeeting-Konferenz telefoniert man noch in einer Telefonkonferenz. Das wars dann. Und Fernsehen? Wenn es nicht als "Nebenbeiberieselung", wie im 2. Absatz beschrieben, läuft, sieht man sich einen Film, Serie, Doku oder Magazin an - und nur das. Man lümmelt auf der Couch. Und in diesem Fall will man auch NICHTS anderes machen - ausser mal ander RC zappen. Und genau dieses NICHT ANDERES machen, macht den Unterschied zum Computern oder anderen Tätigkeiten. Man sitzt oder liegt einfach nur passiv da und verfolgt das Programm. Der Computer und interaktive Medien zwingen einen zu aktivem Handeln. Und gerade wenn man sich erholen will, ist aktives Handeln oft nicht gefragt.
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