Studie: Künstliche Intelligenz trägt enorm zu Wachstum bei

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Künstliche Intelligenz hat laut einer aktuellen Studie größeres Potenzial für das Wirtschaftswachstum als alle technologischen Entwicklungen zuvor.

In Deutschland könne die Technologie bis 2030 das jährliche Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,3 Prozentpunkte steigern, schätzt das Beratungshaus McKinsey. Damit liege das Potenzial hierzulande leicht über dem globalen Durchschnitt (1,2 Prozentpunkte) und damit gleichauf mit China. Doch China investiere aktuell deutlich mehr. Und vorne lägen die USA (1,5 Prozentpunkte) sowie Schweden (1,7 Prozentpunkte).

„Deutschland verfügt über genügend Kapazitäten, um Innovation in großem Maßstab realisieren und die Vermarktung von KI-Lösungen beschleunigen zu können“, sagte Peter Breuer von McKinsey in Köln. Bedarf sieht der Marktbeobachter jedoch bei Investitionen in Forschung und Entwicklung. 2017 seien bereits 48 Prozent der weltweiten Investitionen für Start-ups, die sich mit KI befassen, in chinesische Gründungen geflossen.

Insgesamt erwarten die Marktanalysten bis 2030 von Anwendungen auf Basis von Künstlicher Intelligenz einen zusätzlichen globalen Wertschöpfungsbeitrag in Höhe von 13 Billionen Dollar. Künstliche Intelligenz steht seit Mittwoch auch im Zentrum einer zweitägigen Klausur des Bundeskabinetts in Potsdam. Nach jüngsten Plänen will die Bundesregierung drei Milliarden Euro in die KI-Forschung investieren.

Laut früheren Berechnungen von McKinsey haben Technologieriesen wie Google oder Baidu allerdings bereits im Jahr 2016 bis zu 30 Milliarden Dollar dafür ausgegeben. [dpa]

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7 Kommentare im Forum

  1. Es wird langsam mal Zeit, dass die Medien, die hier Meldungen über künstliche Intelligenz verbreiten, lernen, dass das englische Wort "intelligence" eine leicht andere Bedeutung hat, als das deutsche Wort "Intelligenz". Man kann eigentlich den Begriff "artifical intelligence" daher nicht so einfach mit "künstlicher Intelligenz" übersetzen. Wer das Wort "intelligence" in einem Übersetzungsprogramm eingibt, sieht die Vielzahl der Übersetzungsmöglichkeiten. Und irgendwo dazwischen, bewegt die der Begriff "artifcial intelligence". Mir persönlich gefällt das Wort "Verständnis" in dem Zusammenhang am besten, es beschreibt treffender was im englischsprachigen Raum unter AI verstanden wird. Bei AI geht es heute also mehr um ein "künstliches Verständnis", so dass Maschinen besser "verstehen" was bestimmte Daten bedeuten. Aber "künstliches Verständnis" klingt natürlich viel langweiliger als "künstliche Intelligenz", es zeigt aber mehr wo die AI Systeme heute stehen, denn von Intelligenz sind sie NOCH weit entfernt.
  2. ... man kann nicht das erste englische Wort einzeln übersetzen und danach dann erst das zweite englische Wort übersetzen und wenn man beide übersetzt hat "ein Ergebnis zusammenbauen", man muss schon "artificial intelligence" zusammenlassen was --> AI ergibt ... AI wird mit KI übersetzt, und schon hat man die "Künstliche Intelligenz" als Begriff/Teilgebiet der Informatik.
  3. Ja, aber dieses Wort "Intelligenz" hat nicht viel mit den deutschen Wort "Intelligenz" zu tun. In manchen Artikeln hier hat man das Gefühl die Computer könnten morgen im IQ Test die 100 erreichen, das ist aber nicht der Fall. Der Unterschied zwischen menschlicher Intelligenz und künstlicher Intelligenz, kommt dabei einfach zu kurz. Vielleicht verschwindet der ja auch eines Tages, aber das was wir heute unter AI verstehen ist komplett anders.
  4. Der Begriff "künstliche Intelligenz" (KI) ist eine Verballhornung für Dummies, die generell mit dem grundsätzlichen Verständnis für IT-Fähigkeiten und Programmen nicht klarkommen. Natürlich wird der im wording KI enthaltene Begriff intelligence bewussst und gezielt benutzt, um Ansprüche und Erwartungen außerhalb der IT-Welt zu wecken. Als ich Anfang der 70er Jahre mein Informatik-Studium begann, warf die DV-Industrie mit KI schon in den Medien und auf Messen um sich, um werbewirksam auf neue Programmiersprachen und Betriebssysteme aufmerksam zu machen. Unsere Profs waren in der Hinsicht bewusst zurückhaltener. Bis heute ist KI i. S. eines käuflichen Produktes jedoch nicht fertig gestellt und nicht erhältlich - und wird m. E. künftig auch nicht final abzuschließen sein. In der Fachwelt hat sich die Einsicht ergeben, dass alle Entscheidungen, die KI betreffen, ihre Basis und Ergebnisse in den vorgegebenen Daten und den sie umgebenden Programmstrukturen inkl. qualifizierter Algorithmen haben - und insofern jederzeit nachgestellt und weiterentwickelt werden können, im Gegensatz zu menschlicher Intelligenz. Da menschliche Intelligenz aber nicht jedem Menschen ausreichend zur Verfügung steht, wird über künftige IT-Entwicklungen gerne als "künstliche Intelligenz" fabuliert.
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