Studie: Videospiele-Industrie ist nicht ökologisch

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Die Gaming-Branche ist mittlerweile größer als die Film- und Musikindustrie zusammen. Allerdings findet das Thema Nachhaltigkeit innerhalb der Szene kaum Beachtung. Dabei erhöht sich durch die Beliebtheit von Videospielen die CO2-Emission.

Auch auf der gerade stattfindenden Gaming-Messe Gamescom wird dieses Thema nicht beachtet. Dabei erhöht der steigende Rechenbedarf in den Bereichen Spieleproduktion, Bereitstellung und Datenspeicherung den Stromverbrauch und damit die Umweltbelastung.

Nach einer Studie haben PC-Spieler allein im Jahre 2015 weltweit schätzungsweise 75 Mrd. Kilowattstunden (kWh) Strom verbraucht. Schätzungsweise beträgt der jährliche Stromverbrauch aktuell zwischen 90 und 100 Mrd. kWh. Allein in Deutschland spielen laut dem Verband der deutschen Games-Branche über 34 Mio. Männer und Frauen gelegentlich oder regelmäßig. Prognosen zufolge soll sich das Datenvolumen allein durch Online-Gaming bis 2022 auf rund 180 Exabyte (180 Mrd. Gigabyte) jährlich vervierfachen.

Zu einer höheren Umweltbelastung tragen auch die Einführung der neuen Standards 5G und WiFi 6 bei. Dadurch werden die aktuellen Gaming-Trends eSports, Virtual und Augmented Reality, Mobile Gaming und vor allem Cloud-Gaming-Dienste weiter vorangetrieben.

Die Nutzung der Game-Streaming-Services sorgt für einen erhöhten Stromverbrauch um bis zu 60 (Desktop-PCs) bzw. 300 Prozent (Laptop). Daher ist eine energieeffiziente und nachhaltige IT-Infrastrukturen notwendig. Eine innovative Heißwasser-Direktkühlung ermöglicht zum Beispiel eine Nachnutzung der Abwärme von Rechenzentren zum Heizen von Gebäuden und zur Anbindung an Fern- und Nahwärmenetze, informierte das Dresdner Green-IT-Unternehmen Cloud&Heat Technologies, welches Lösungen für eine sichere Verarbeitung von Daten in der Cloud und gleichzeitig nachhaltiger Konzeptionierung bietet. [jrk]

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8 Kommentare im Forum

  1. Vor allem, wenn man mit einer PlayStation auch noch Filme Stream oder Blu-rays guckt, verbraucht das ja mehr als mit nem Blu-ray Player oder Smart TV
  2. Für den Dreck, den die produzieren, wollen sie Bundes-Förderungen haben, und die Union ist dicke dabei: Haushalt 2020: Ist die Computerspiele-Förderung noch zu retten? (Update) - GamesWirtschaft.de "Nach Informationen des Nachrichtenmagazins DER SPIEGEL will sich Digital-Staatsministerin Dorothee Bär (CSU) dafür einsetzen, dass die mit null Euro budgetierte Games-Förderung im Bundeshaushalt 2020 doch noch ‚gerettet‘ wird. 50 Millionen Euro seien in jedem Fall erforderlich, doch der Betrag sei ausbaufähig." Natürlich ist das Bärlein aus Bayern wieder dabei! Sind die verrückt geworden?!
  3. Irgendwie traurig, dass die Gamescom immer größer wird und bei der Photokina sogar Messe hallen leer stehen
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