Telekom erweitert Festnetz-Kooperation mit Telefónica / O2

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© Getty Images/iStockphoto
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Die Deutsche Telekom und Telefónica Deutschland / O2 gehen weiterhin gemeinsame Wege: Ein Vertrag, der auch die Nutzung des (Highspeed-)Glasfasernetzes der Telekom beinhaltet, wurde für die nächsten zehn Jahre vereinbart.

Bereits seit 2013 besteht eine Kooperation im Festnetz zwischen der Deutschen Telekom und Telefónica Deutschland / O2. Nun haben beide Unternehmen einen Vertrag für die nächsten zehn Jahre vereinbart. Die Telekom soll demzufolge Telefónica weiterhin Zugang zu ihrem Breitband-Netz zur Verfügung stellen. Damit gehen die Bonner erstmals einen langfristigen Kooperationsvertrag zur Nutzung ihres Glasfasernetzes inklusive ihrer Highspeed-Glasfasernetze (FTTH) mit Download-Geschwindigkeit von bis zu 1 Gigabit pro Sekunde mit einem Wettbewerber ein. In den nächsten Tagen soll der Vertrag der Bundesnetzagentur vorgelegt werden.

Telefónica Deutschland bietet den O2 Kunden also auch in den nächsten Jahren einen Teil ihres Breitbandangebots auf Basis des Telekom-Netzes. Zum ersten Mal entscheidet sich damit ein anderes Unternehmen, das FTTH-Netz der Telekom zu nutzen.

Durch dieses Kontingentmodell kann die Telekom langfristig die Auslastung ihrer Netze sichern, während Telefónica zu günstigen Konditionen gesicherten Zugriff auf die Netze der Telekom hat. Die Deutsche Telekom plane außerdem, in erheblichem Maße in den Ausbau ihrer FTTH-Netze zu investieren, wofür die langfristig gesicherten Erträge ein wichtiger Baustein seien.

Für Telekom Deutschland-Chef Dirk Wössner „ist dies ein wegweisender Deal für den Ausbau der Glasfaser-Infrastruktur in Deutschland über das nächste Jahrzehnt. Basierend auf einer freiwilligen kommerziellen Einigung zweier großer Marktteilnehmer, von der viele Menschen und Unternehmen in Deutschland profitieren werden.“ Auch andere sollen davon profitieren: „Diese wegweisende Kooperation werden wir auch anderen Unternehmen im Markt anbieten. Und damit künftig auch im FTTH-Ausbau die Philosophie des offenen Zugangs fortschreiben.“, so Wössner weiter.

Und auch Markus Haas, CEO von Telefónica Deutschland / O2 sieht die erneute Kooperation positiv: „Die langfristige Kooperation mit der Deutschen Telekom gibt uns Planungssicherheit. Unseren O2 Kunden können wir künftig vor allem in Großstädten einen Zugang zum Glasfasernetz anbieten. Auf dieser Basis können wir unseren Kunden erstklassige konvergente Produkte anbieten.“

Im Moment erreicht das VDSL-Netz der Telekom rund 33 Millionen Haushalte in Deutschland. Glasfaseranschlüsse sind bislang in 1,8 Millionen Haushalten vorhanden. Außerdem will die Telekom den Glasfaserausbau in den kommenden Jahren deutlich beschleunigen.

Und auch im Mobilfunk kooperieren beide Unternehmen bereits seit längerem. Konkret bindet die Telekom mit ihrem Glasfasernetz rund 5.000 Mobilfunkstationen der Telefónica an. Gemeinsam mit Vodafone arbeiten beide Unternehmen zudem daran, rund 6.000 sogenannter weiße Flecken im Mobilfunk zu schließen.

Bildquelle:

  • telekomtelefonica: Presseportal

2 Kommentare im Forum

  1. Meine Meinung seit langem. In anderen Ländern klappt das auch im Mobilfunkbereich. Früher war das auch mal so, dass wenn man kein O2 bzw. Viag Interkom-Netz hatte, telefonierte man im Telekom-Netz. Telekom: "Alle, die nicht Vodafone heißen, sind unsere Freunde" (kann ich nachvollziehen)
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