Telekom und EWE bringen Glasfaser-Ausbau auch aufs Land

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Das Bundeskartellamt forderte von EWE und Telekom verpflichtende Zusagen zum gemeinsamen Glasfaserausbau. Die geplante Kooperation wird für schnelle Anschlüsse auch im ländlichen Raum sorgen. Heute hat das Bundeskartellamt die Zusagen durch einen fömlichen Beschluss für bindend erklärt.

Die Telekom Deutschland GmbH und die EWE AG möchten beim Ausbau von Glasfasernetzen in Teilen Niedersachsens, Nordrhein-Westfalens und in Bremen zusammenarbeiten. Dem Bundeskartellamt gegenüber haben sich die Unternehmen nun unter anderem verpflichtet, einen weitreichenden Ausbau vorzunehmen und künftig dritten Unternehmen Zugang zu ihrem Netz zu gewähren. Besonders wichtig ist dabei auch die Sicherstellung des Wettbewerbs, damit die Verbraucher weiterhin attraktive Produkte zu angemessenen Preisen erhalten.

In den Zusagen verpflichten sich die Unternehmen unter anderem zum eigenwirtschaftlichen, d.h. nicht öffentlich geförderten, Ausbau von 300.000 Anschlüssen bis zum Endkunden mit Glasfaserkabeln in den nächsten vier Jahren, zum Teil auch im ländlichen Raum. Damit wird in dem Gebiet deutlich mehr ausgebaut als ursprünglich im Rahmen der Kooperation geplant und als bei einem unabhängigen Ausbau der Unternehmen zu erwarten wäre.

Heute hat das Bundeskartellamt die Zusagen durch förmlichen Beschluss, der auf sechs Jahre befristet ist, für bindend erklärt. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig.

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