Twitter: Weltweiter Stellenabbau angekündigt

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Nachdem ein Verkauf am Desinteresse anderer Unternehmen gescheitert ist, muss Twitter scheinbar harte Einsparungen vornehmen. Wie der Mikrobloggingdienst ankündigte, sollen weltweit neun Prozent der Belegschaft entlassen werden.

Der Kurznachrichtendienst Twitter hat den nächsten großen Stellenabbau angekündigt. Etwa neun Prozent der weltweiten Belegschaft sollten entlassen werden, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Zuvor hatten US-Medien über bevorstehende Kündigungen von rund 300 Angestellten berichtet. Zuletzt hatte Twitter rund 3860 Mitarbeiter. Die angeschlagene Firma hatte bereits vor einem Jahr bei der Rückkehr des Mitgründers Jack Dorsey an die Vorstandsspitze etwa acht Prozent ihrer Jobs gestrichen.

Für das dritte Quartal meldete Twitter einen Verlust von 103 Millionen US-Dollar (94 Millionen Euro). Im Vorjahreszeitraum war ein Minus von 131 Millionen Dollar angefallen. Den Umsatz konnte das Unternehmen um acht Prozent auf 616 Millionen Dollar steigern. Damit schwächte sich das Wachstum zwar weiter ab, dennoch wurden die Erwartungen der Analysten übertroffen. Bei der wichtigsten Erlösquelle, den Werbeeinnahmen, gab es ein sechsprozentiges Plus auf 545 Millionen Dollar.
 
Die Zahl der aktiven Nutzer, die sich mindestens einmal pro Monat einloggen, stieg um drei Prozent auf 317 Millionen. Insgesamt lagen die Quartalszahlen deutlich über den Markterwartungen. Zusammen mit dem angekündigten Stellenabbau kam das bei Anlegern gut an. Die Aktie stieg vorbörslich zeitweise um mehr als vier Prozent. In den vergangenen zwölf Monaten hat der Kurs allerdings 45 Prozent eingebüßt. Zuletzt hatten sich Spekulationen über einen Twitter-Verkauf zerschlagen. Als Interessenten waren etwa Salesforce, Google und Disney gehandelt worden. [dpa/buhl]

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1 Kommentare im Forum

  1. 616 Millionen Dollar sind recht viel Geld. Wieso die allerdings so viele Mitarbeiter haben, verstehe ich nicht. Denke das es zu viele Manager in unnützen Aufsichtsräten gibt, welche sich die Taschen voll machen. ... und Steuern werden Die ja wohl auch nicht bezahlen... Twitter, meine Lieblings-Filterblase.
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