Unterhaltungselektronikbranche erwartet gutes Weihnachtsgeschäft

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Die Branche der Unterhaltungselektronik setzt für ihre Jahresbilanz auf ein kräftiges Weihnachtsgeschäft.

Mit einem erwarteten Umsatzvolumen von rund 8,6 Milliarden Euro dürfte das Niveau des Vorjahres gehalten werden, teilte die Branchengesellschaft gfu am Mittwoch mit. „Einen Umsatz von 2,4 Milliarden Euro erwarten wir allein von einem einzigen Tag, dem Cyber-Monday“, sagte der gfu-Aufsichtsratsvorsitzende Hans-Joachim Kamp der dpa. Das letzte Quartal steht demnach voraussichtlich erneut für rund 30 Prozent des Jahresumsatzes. In den ersten drei Quartalen war er um 8,6 Prozent geschrumpft, vor allem das Geschäft mit TV-Geräten war rückläufig.

Für den größten Boom dürften nach Einschätzung von Kamp erneut Produkte der Telekommunikation sorgen. Beim Geschäft mit Smartphones sei „das Ende der Fahnenstange noch längst nicht erreicht“. In den ersten drei Monaten legte der Absatz aufgrund stabiler Stückzahlen um lediglich 0,9 Prozent zu. Wegen der gestiegenen Durchschnittspreise sei aber dennoch mit einem Wachstum von 13 Prozent zu rechnen, sagte Kamp. „Für ein durchschnittliches Smartphone bezahlt der Kunde heute rund 30 Prozent mehr, als noch vor fünf Jahren.“

Ein moderner Flachbild-Fernseher steht laut Kamp heute im Schnitt rund sieben bis acht Jahre als Erstgerät in den Haushalten. In den ersten drei Monaten sackte der Umsatz um 4,3 Prozentpunkte auf 2,8 Milliarden Euro ein, die Zahl der verkauften Geräte sank um 7,9 Prozent auf knapp 4,6 Millionen Fernseher. Wachstum verspricht sich die Branche vor allem durch die großformatigen, teureren Geräte. Knapp die Hälfte des Absatzes fahren laut Kamp Bildschirmgrößen über 55 Zoll ein. Große TV-Geräte mit Diagonalen von über 60 Zoll haben demnach einen Anteil von 10 Prozent am Absatz, sind aber für ein Viertel des gesamten Umsatzes verantwortlich. [dpa]

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29 Kommentare im Forum

  1. Wenn der Konsument meint, er habe schon alles, dann wird im erfolgreich eingeredet, er benötige einen GRÖSsEREN Fernseher, ein GRÖSsERES Handy und ein noch GRÖSsERES Auto. Und schon dürfen die Geräte mal schnell das doppelte Kosten, was sie vor 10 Jahren kosteten. Und nein, der Funktionsumfang ist nicht linear mit gestiegen. Es ist schon seit 1—2 Jahren so, dass nicht mehr verkauft wird, sondern nur noch hochpreisiger.
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