US-Sender Fox will Zuschauer vom Umschalten abhalten

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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New York – Mit so genanntem „Remote-Free TV“ will das US-amerikanische Fernsehnetzwerk Fox über alternative Werbestrategien gegen rückläufige Umsätze in diesem Bereich aktiv werden.

Mit dem „Remote-Free TV“ soll es künftig weniger Werbeunterbrechungen im regulären Programm des US-Senders Fox geben. Um die so sinkenden Werbeeinnahmen auszugleichen, will Fox für die Einschaltungen einen höheren Premium-Preis verlangen. Hintergedanke der Strategieänderung ist die Hoffnung, das kürzere Werbepausen beim Publikum die Motivation sinken lassen, während dieser Zeit zu einem anderen Sender zu wechseln.

„In den USA herrschen, was die Regelungen für TV-Werbung betrifft, grundsätzlich andere rechtliche Voraussetzungen als in Europa“, stellt Volker Nickel, Pressesprecher des Zentralverbandes der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) fest. Hierzulande gelte die TV-Richtlinie, die die Menge der ausgestrahlten Werbeminuten beschränkt und unter anderem vorgibt, dass Werbeunterbrechung im Block zu erfolgen hat. „Die TV-Veranstalter haben in den USA wesentlich flexiblere Möglichkeiten, ihre Werbeeinschaltungen zu gestalten“.
 
Dem Sender zufolge ist „Remote-Free TV“ bislang nur bei einer einzigen Sendung auf Fox zum Einsatz gekommen. Das durchschnittliche Ausmaß der Werbeeinblendungen während der einstündigen Ausstrahlung betrug dabei zehn Minuten, das sind vier bis sechs Minuten weniger als bei dem traditionell verwendeten Werbemodell. Auf Zuseherseite hat die veränderte Strategie durchaus positive Effekte erkennen lassen.
 
So bestätigt etwa das Marktforschungsunternehmen Nielsen IAG, dass der Markenwert im Rahmen der kürzeren Werbepausen im Vergleich zu anderen zur selben Zeit ausgestrahlten Programmen um rund 22 Prozent höher lag. Auch die Zahl der Kanalwechsel habe sich durch die verkürzten Unterbrechungen reduziert. Lediglich in Bezug auf das wirtschaftliche Potenzial der neuen Werbestrategie gebe es noch kein endgültiges Ergebnis. (pressetext.deutschland)[ar]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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