USA: Aus Netflix wird Netflix und Qwikster

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Das amerikanische Unternehmen Netflix trennt die Video-on-Demand-Streams und den Verleih von Film-DVDs und Blu-rays per Mail. Das alte Kind DVD-Verleih bekommt einen neuen Namen. Mitbegründer Reed Hastings spricht sich aus.

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In einem Blogeintrag vom gestrigen Sonntag äußert sich Mitbegründer und geschäftsführendes Vorstandsmitglied von Netflix, Reed Hastings, zu den aktuellen Entwicklungen. Er fühle sich aufgrund der Rückmeldungen der Kunden in den vergangenen zwei Monaten dazu gezwungen. Diese hatten dem Unternehmen fehlenden Respekt unterstellt. Das Unternehmen reagiert dabei auch auf die stark gesunkenen Aktien in der vergangenen Woche.
 
Künftig heißt der DVD-Service per Mail „Qwikster“. Der Name soll eine schnelle Lieferung symbolisieren. Der Name „Netflix“ wird dann nur noch für den Streamingdienst fungieren. Hastings verspricht viele Verbesserungen. Fakt ist aber auch, dass die Preise für den Endverbraucher nach der Trennung gestiegen sind. Der Mitbegründer verspricht jedoch, dass diese Gebühren fortan beibehalten werden. 

Über Qwikster werden nicht mehr nur DVDs, sondern auch Videospiele für die Xbox 360, die PS3 und die Wii ausgeliehen. Außerdem soll es dann auch eine eigene Webseite geben. Sowohl der DVD-Service als auch der Streaming-Service kosten monatlich 7,99 US-Dollar. Der Nutzer muss sich für beide Angebote getrennt anmelden.
 
Durch die Rückmeldungen der in den vergangenen zwei Monaten fühlte sich Hastings veranlasst, die Kunden besser zu informieren. Für ihn war es zur größten Sorge geworden, dass sich Netflix nicht entwickeln würde. Er habe Angst gehabt, den wichtigen Sprung vom DVD-Verleih zum Streamingportal nicht zu schaffen. Viele Unternehmen seien daran gescheitert, an alten Tugenden festzuhalten und nicht offen genug für Neues zu sein.
 
Hastings entschuldigt sich für die nicht ausreichende Kommunikation, die bei der rasanten Entwicklung von Netflix nötig gewesen wäre. So sei er aufgrund der Erfolge zu arrogant geworden. Früher habe man einfach nach dem Motto „Taten sprechen lauter als Worte“ gehandelt. Die Trennung der Video-on-Demand-Streams von dem DVD-Verleih sei wichtig gewesen, da diese inhaltlich ganz unterschiedlich seien. [nn]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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