USA: FCC für verstärkten Schutz für Digital-TV

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Washington – Die US-Medienbehörde FCC hat sich für den verstärkten technischen Schutz des Copyrights für digitale TV-Sendungen ausgesprochen.

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Demnach müssen die Produkte der Hersteller von Unterhaltungselektronik bis Juli 2005 eine so genannte „Broadcast Flag“ erkennen können. Das digitale Wasserzeichen soll eine massenhafte Verbreitung der aufgezeichneten Sendungen verhindern. Kritiker wenden laut New York Times ein, dass dadurch auch die Verbreitung von Nachrichten und öffentlichen Informationen erschwert werde. Konsumentenschützer sehen zudem die Möglichkeit der Verbraucher eingeschränkt, Kopien für private Zwecke zu machen.
 
„Traurigerweise ist die ein Schritt in die falsche Richtung“, sagte ein Vertreter der Konsumentenschutzorganisation EFF. Die FCC -Entscheidung werde die Zukunft des Fernsehens verändern. Die FCC habe dem Wunsch Hollywoods und der großen TV-Sender nachgegeben. Für den Konsumenten bedeute dies Mehrkosten, weil er sich teure Aufnahmegeräte leisten muss, um Sendungen für den späteren Gebrauch aufzuzeichnen. Auch alte Geräte könnten nicht mehr verwendet werden, so die EFF. Dem widersprach die FCC aber.
 
Allerdings fiel die Entscheidung der FCC nicht einstimmig. Wie schon bei anderen Entscheidungen zuvor wurde der Beschluss von den drei republikanischen Mitgliedern der fünfköpfigen Kommission verabschiedet. Die beiden demokratischen Mitglieder sprachen sich in Teilen gegen die Regelung aus. Sie sei zu breit gefasst. Wie die New York Times berichtet, könnte die Entscheidung auch ein gerichtliches Nachspiel haben. Einige der Hersteller, die nun ihre Geräte anpassen sollen, meinen, die FCC habe nicht das Recht ihnen einen Standard aufzuzwingen. (pte)[fp]

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