Verlage hoffen auf iPad-Rivalen Kindle Fire

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Der neue iPad-Rivale von Amazon hat in der deutschen Verlagsbranche die Hoffnung auf größeren Wettbewerb auf dem Tablet-Computer-Markt geweckt. Insbesondere die beherrschende Stellung von Platzhirsch Apple ist den Verlegern ein Dorn im Auge.

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„Was uns stört, ist, dass Apple die Geschäftsbedingungen diktiert“, sagte Hans-Joachim Fuhrmann, Mitglied der Geschäftsführung beim Bundesverband der Deutschen Zeitungsverleger (BDZV), der „Welt am Sonntag“. Nun gebe es nicht nur einen Anbieter mobiler Infrastruktur, „sondern einen zweiten starken Mitspieler“, sagte Wolfgang Fürstner, Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ), der Zeitung. Das verbessere die Situation der Inhalteanbieter und mache sie wieder zu echten statt zu Juniorpartnern.

Apple verlangt dem Bericht zufolge von den Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen eine Beteiligung von 30 Prozent für alle Titel, die im AppStore verkauft werden. Ähnlich sehe das Geschäftsmodell auch bei Amazon aus. Allerdings bekommen die Verlage von Apple nur sehr eingeschränkt Informationen über ihre Abonnenten, wie das Blatt weiter schreibt. Nur wenn die iPad-Nutzer beim Kauf der Weitergabe ihrer Daten zustimmten, erhielten die Verlage diese Informationen, die für sie und für die Werbetreibenden wichtig sind. Der „Welt am Sonntag“ zufolge ist Amazon bei der Weitergabe der Daten großzügiger.
 
Amazon hatte seinen Tablet-Computer Kindle Fire am Mittwoch vorgestellt. Das Gerät kommt am 15. November zunächst nur in den USA auf den Markt. Einen Zeitplan für den internationalen Start nannte Amazon nicht. Mit 7 Zoll (17,8 cm) ist das Gerät zwar etwas kleiner als das iPad aber dafür weitaus günstiger zu haben. Mit 200 Dollarn ist es nur etwa halb so teuer wie das günstigste iPad. [dpa/rh]

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6 Kommentare im Forum

  1. AW: Verlage hoffen auf iPad-Rivalen Kindle Fire Sicherlich ein Grund für mich als Kunde Kindle Fire die kalte Schulter zu zeigen. Die Datensammelwut und das Handeln mit meinen Daten geht mir mittlerweile dermaßen auf den Keks. Hier ist es die Verlagswirtschaft, die genau wissen will was ich wann (am besten auch noch wo) gelesen habe da ist es die Unterhaltungsindustrie die über Fernseher mit Internet Zugang mitverfolgt wer was wann gesehen hat. Zum Schluss gibts dann das User Profil mit Vorlieben, politischen Ansichten, warscheinlichen Krankheiten etc. Willkommen in der schönen neuen Welt.
  2. AW: Verlage hoffen auf iPad-Rivalen Kindle Fire Es lebe Amerika sage ich da nur. Man muss nur sehen, wo das herkommt. Google sammelt Daten aller Wlan-Anschlüsse in Deutschland so ganz beiläufig und wir sehen zu. Macht den dusseligen Amis endlich mal klar, dass sie nicht die Herren der Welt sind.
  3. AW: Verlage hoffen auf iPad-Rivalen Kindle Fire Dann sind sie darin aber sehr schlecht. Danach gabe es bei mir so gut wie keine WLan Netze es sind nur die öffentlichen aufgelistet.
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