Vodafone: Kabelkunden surfen schneller als mit Vectoring

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Im Streit um die richtige Technologie beim Breitbandausbau legt Vodafone nach: Der Telekommunikationsanbieter verkündet die Versorgung von acht Millionen Haushalten mit 200 Mbit/s via Glasfaser innerhalb eines Jahres und will zur Gigabit Company werden.

Der Streit um den richtigen Weg für den Breitbandausbau geht in die nächste Runde. Nachdem die Telekom Anfang Dezember den verstärkten Ausbau mit Vectoring inklusive Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s ankündigte, kontert nun Vodafone. Das Unternehmen, das durch die Übernahme von Kabel Deutschland auch dessen Kabelhaushalte übernommen hatte, erklärte nun, mithilfe von Glasfaserkabel in diesem Jahr bereits acht Millionen Haushalte mit doppelt so schnellem Internet versorgt zu haben.

„Wir sind der Motor beim Breitbandausbau: acht Millionen neue Kabel-Haushalte sind jetzt am schnellen 200 Mbit/s-Netz. Und mit mehr als 14 Millionen 100 Mbit-Haushalten versorgt Vodafone inzwischen mehr Menschen mit schnellem Breitband als jeder andere Anbieter in Deutschland“, preist Hannes Ametsreiter, CEO von Vodafone Deutschland, die eigene Leistung.
 
Für das kommende Jahr kündigt Ametsreiter weitere Superlative an: So sollen bis Frühjahr 2016 weitere zwei Millionen Haushalte und damit insgesamt mehr als 20 Millionen Deutsche mit 200 Mbit/s versorgt werden und die Geschwindigkeit noch weiter gesteigert werden. „Wir werden zur Gigabit Company, rüsten Deutschland für die digitale Zukunft und ebnen den Weg in die Gigabit-Gesellschaft – mit den ersten Gigabitgeschwindigkeiten im Land“, so Ametsreiter weiter.
 
Dafür soll das, laut Eigenaussage, „größte Hochgeschwindigkeitsnetz Deutschlands“ die Grundlage bilden. Zunächst soll an ausgewählten Standorten via Glasfasernetz die Geschwindigkeit auf 500 Mbit/s ansteigen, auch das mobile Internet soll zunächst auf 525 Mbit/s schnelles LTE ausgebaut werden. Das Glasfasernetz von Vodafone erstrecke sich auf fast 400.000 Kilometer, was der Strecke von der Erde zum Mond entspreche – ein klarer Seitenhieb auf die Telekom, hatte deren Deutschland-Chef Niek-Jan van Damme doch von 10.000 Kilometern verlegter Glasfaser geredet. [buhl]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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