VPÖ übt scharfe Kritik am ORF: Keine Lockerung der Sparvorgaben

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Der Verband Österreichischer Privatsender (VPÖ) hat im Rahmen der vom ORF geplanten Gebührenerhöhung die Sendeanstalt dafür kritisiert, bei der Politik um die Lockerung der auferlegten Sparmaßnahmen zu werben. Der ORF wolle den Spargedanken abschaffen.

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2010 hatte die Politik dem ORF mit einer Finanzspritze in Höhe von 160 Millionen Euro unter die Arme gegriffen, allerdings verbunden mit Sparvorgaben. Wie der VÖP am Freitag mitteilte, seien die derzeitigen Bemühungen des ORF, diese Vorgaben zu lockern, „eine große Überraschung“. Vor allem im Vergleich mit anderen EU-Ländern, welche sich einschneidenden Sparmaßnahmen gegenübersehen, scheine der ORF gegenteilig zu denken.

Mit ihrem geplanten Inflationsausgleich stößt die österreichische Sendeanstalt bei den privaten Veranstalter auf wenig Gegenliebe. „Angesicht einer drohenden erneuten Wirtschaftskrise wäre der Wettbewerb damit in extremer Gefahr“, ließ der Verband wissen. Um den Wettbewerb „sauber und fair“ zu gestalten, dürften die geplanten Mehreinnahmen nicht stattfinden.
 
Zuvor müssten die Vermarktungsmöglichkeiten des ORF „gesetzlich deutlich eingeschränkt werden“, hieß es weiter. Der Verband schlug unter anderem ein Verbot von Product Placement oder Sponsoring und eine Verkürzung der Werbezeiten während der Primetime vor. Damit würde der ORF dem Trend anderer europäischer Staaten folgen.
 
Die öffentlich-rechtlichen Sender würden in ihren Vermarktungsmöglichkeiten eingeschränkt, „um sie von der Werbewirtschaft unabhängig zu machen“, erklärte Klaus Schweighofer, Vorstandsvorsitzender des VÖP und Vorstand der Styria Media Group. „Alles andere wäre wie eine Geisterfahrt Österreichs in der EU“, fuhr er fort.  Außerdem kritisierte der Verband, dass die Gehälter des neuen ORF-Managements um 10 Prozent steigen sollen und beschrieb die Lohnerhöhung als „Frotzelei des Gebühren- und Steuerzahlers“. [rh]

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