Waitz: „ARD-Argumente gegen Drahtlos-Internet nicht nachvollziehbar“

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Berlin – Christoph Waitz, medienpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion äußert sich zur Erklärung des ARD-Intendanten Fritz Raff zur Umwidmung von Rundfunkfrequenzen.

„Die Digitalisierung der Sendesignale schafft Raum für die anderweitige Nutzung der Frequenzen. Auch wenn die ARD-Frequenzen für weitere Nutzungsarten abgeben muss, wird sie zukünftig ihr Programm, zumindest in der gewohnten Qualität, abstrahlen können“, sagte Waitz. „Was wir als digitale Dividende bezeichnen, wird dringend benötigt“, sagte er weiter.

Benötigt werde „eine bessere Versorgung des ländlichen Raums mit schnellem Internet. Damit können wir der Benachteiligung der ländlichen Regionen in Deutschland wirksam begegnen. Mit den aktuellen Modellversuchen in Baden-Württemberg und Brandenburg geht es um die Überprüfung der technischen Realisierbarkeit. Es besteht kein Grund wegen möglicher technischer Anfangsschwierigkeiten die Flinte ins Korn zu werfen.“[ar]

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15 Kommentare im Forum

  1. AW: Waitz: "ARD-Argumente gegen Drahtlos-Internet nicht nachvollziehbar" Finger weg von den DVB-T Frequenzen ! Der VHF-Bereich ist für die zukünftige TV-Nutzung schon nicht mehr vorgesehen, jetzt soll auch noch der für DVB-T reservierte UHF-Bereich mehrfach genutzt werden. Das Sendernetz muß weiter ausgebaut werden, die kommerziellen Sender sollten sich endlich deutschlandweit beteiligen, so kann die Erfolgsgeschichte von DVB-T fortgeschrieben werden, die Akzeptanz und Anzahl der Nutzer könnten durch ein erweitertes Programmangebot vervielfacht werden (Hessen mit Beteiligung der privaten Sender derzeit 14,8 %, Baden-Württemberg nur 4,3 % DVB-T Nutzer). Für den Betrieb von mobilen TV-Geräten, Notebooks mit DVB-T, TV-Handys, ist DVB-T dringend erforderlich. Auch als Alternative für Kabelfernsehen ist DVB-T bestens geeignet (falls die privaten Sender damit auch empfangen werden können, evt. mit Dachantenne), die Montage einer Sat-Schüssel ist nicht überall möglich. Das Nachfolgesystem DVB-T2 wurde fertig entwickelt, damit sollen in Kombination mit dem H265-Codec pro UHF-Kanal zukünftig vier HDTV-Programme übertragen werden können. Im Ausland sind Sender im DVB-T2 System bereits im Testbetrieb, Deutschland sollte zu den technologisch führenden Nationen Anschluß halten und baldigst auch DVB-T2 parallel betreiben, damit Erfahrungen gesammelt werden können, komplette Umstellung dann später. Für den weiteren Fortschritt (für DVB-T2) werden ausreichend Frequenzen benötigt, die unnötige Umverteilung von TV-Frequenzen muss verhindert werden, auch durch Einspruch von der EU oder durch die International Telecommunication Union, kein Alleingang Deutschlands. Für drahtloses Internet sollten andere Frequenzen vorgesehen werden, außerdem gibt es auch für den ländlichen Bereich Internet via Satellit, die Bandbreite wird durch zusätzliche KA-Band Satelliten demnächst noch erweitert. Die teuer erkauften UMTS-Frequenzen stehen ebenfalls für das Internet zur Verfügung, ländliche Gebiete sollten besser mit Glasfaserkabel erschlossen werden, da sich die Datenmenge für das Internet rasant nach oben entwickelt und die wenigen freien Kanäle im UHF-Bereich schnell ihre Kapazitätsgrenzen erreichen werden. Leider werden immer mehr Politiker von Lobbyisten negativ beeinflusst und verbraucherfeindliche Entscheidungen sollen dann umgesetzt werden. Discone
  2. AW: Waitz: "ARD-Argumente gegen Drahtlos-Internet nicht nachvollziehbar" Finger weg von den DVB-T Frequenzen ! Dem kann ich mich nur anschließen, und dass ein technisch unwissender FDP-Mann das neue "Geschäftsmodell" verteidigt, koste es, was es wolle, ist nicht verwunderlich. Was er "technische Anfangsschwierigkeiten" nennt, ist ein grundlegender Geburtsfehler dieser Idee, übrigens genau so wie das Geschäftsmodell "Power Line Communication" - alles nach dem Prinzip "auf Kosten anderer Leute Geld machen"... Klaus
  3. AW: Waitz: "ARD-Argumente gegen Drahtlos-Internet nicht nachvollziehbar" DVB-T ist ein "Fehlschlag" für das System: Mit Analog-Transpondern hindern ÖR+BigSender die kleinen Sender (TierTV, DrDish, DAF=DeutschesAnlegerFernsehen) davon ab, zu senden. In Leipzig ist die Sache geplatzt und Kleinsender krallen die Zuschauer obwohl RTL sich nicht gut genug für die Leipziger war (oder umgekehrt). Schade das sowas (DVB-T für KleinSender) nicht überall in ganz Deutschland etabliert und RTL ultrateuer NachtStunden bei TV-Leipzig buchen muss um überhaupt per DVB-T in Leipzig ein paar Stunden senden zu dürfen. Wenn man "DBD" bei Golem oder Heise eingibt, sieht man, was aktuell mit den Wimax-Frequenzen passiert: Die werden nicht genutzt. Die Leute ersteigern die Frequenzen und lassen die brach liegen. Als ob die heimlich der T-Com/Vodafone/... gehören, die keinen FunkAusbau wollen. Das scheint mir sind inzwischen oft nur FrequenzBlockaden die sich inzwischen aber nicht mehr rentieren/keine Goldgrube mehr sind (DVB-H bzw. Wimax/DBD) so das hoffentlich keiner mehr Frequenzen haben will und man die Frequenzen dann freigibt. Dank Verbindungsdatenspeicherverpflichtung sind auch freie Mash-Netze verboten. Autos bringen viel mehr Leute um als das Internet, aber am Parkplatz muss man sein Auto nicht an/abmelden. Die sollen DVB-T-Frequenzen ruhig für neue Sender nutzen. Oder für neue RundFunkFormen wo z.B. Sender nur VideoTextSeiten und kein oder nur ein Standbild senden. Im Videotext dann z.B. KulturInfos, MiniStadtPläne, Events, Konzerte, Lokale Werbung, Wetter, StauMeldungen, Lokale Nachrichten, VereinsAushänge,... . Lokale Infos halt. Oder halt dieses CE-HTML senden und da auch Nachrichten usw. (SpiegelOnline, Heise,...) zum beim herumfahren empfangen, dann speichern und bei Bedarf lesen. oder Staumeldungen in bestimmten XML_Formaten wo z.B. GPS-Infos drinstecken damit der Routenplaner die betroffenen Straßen meidet. Ich bin zufrieden mit EPlusBaseDatenFlat(384kbit/sek oder GSM z.B. auf meinem alten Handy) und die Verfügbarkeit ist ok und unterwegs surfen für 25 Euro/Monat ist mir lieber als zu Hause DSL1234. Es gibt bei 5 Gig gekappte Flats für 35 Euro pro Monat im D1 und im D2-Netz iirc von Wiederverkäufern (früher bei 10 Gig gekappt) mit vollem UMTS-Speed. Für eine Familie ist KupferDSL+FestNetz (oder TriplePlay/KabelTVAnschluss) günstiger. Für Singles aber eher nicht. KurzUm: Vodafone ist als suspekt einzustufen. Zu Danken ist denen allerdings die Auslöschung von DVB-H-PayTV.
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