Wegen Drehstopps: ARD und ZDF versprechen Solidarität mit Filmbranche

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Für eine Menge Spielfilme herrscht derzeit wegen des Coronavirus Drehstopp. Daher wollen ARD und ZDF den Produzenten finanziell unter die Arme greifen, wie die Senderfamilien am Dienstag ankündigten.

So sagte ZDF-Programmdirektor Norbert Himmler laut Mitteilung: „Das ZDF verspricht schnelle Lösungen bei der Abwicklung der Unterstützung. Wir werden die Hälfte der Mehrkosten tragen, die uns Produzentinnen und Produzenten nachweisen.“ Auch die ARD hat für Auftragsproduktionen bis zum 30. April eine Sonderregelung getroffen.

„Es ist für zunächst natürlich erstmal ein Riesenproblem für uns, für die Produzenten, für die ganze Branche, denn Sie müssen davon ausgehen, dass es in weiten Teilen zu einem Produktionsstopp im Fiktionalen kommt“, erläuterte ARD-Programmdirektor Volker Herres.

Selbst wenn es eine Drehgenehmigung gebe, müssten für gewöhnlich sehr viele Menschen bei dieser Arbeit auf sehr engem Raum arbeiten. Dazu seien viele natürlich nun nicht mehr bereit. Allein 20 Produktionen für die auf fiktionale Stoffe spezialisierte ARD-Tochter Degeto lägen zurzeit brach. „Wir werden alles tun, um Schaden zu minimieren, damit die Kosten nicht aus dem Ruder laufen“, fuhr Herres fort. „Wir haben natürlich das (gemeinsame) Ziel mit den Produzenten, möglichst alle Produktionen fertigzustellen. Denn wir brauchen das Programm.“

Die ARD-Regelung im Detail: Kommt es zu Drehverschiebungen und entstehen dadurch Kosten, soll der jeweilige Produzent alle staatlichen Maßnahmen zur Schadensminderung in Anspruch nehmen. Im Gegenzug würden sich die ARD-Sender an den nachgewiesenen Mehrkosten nach Entscheidung im Einzelfall freiwillig mit 50 Prozent beteiligen.

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