Wenge: „Die Wettbewerber werden mehr“

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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HD-Vermarktung wird es künftig schwerer haben, meint Dr. Hans-Ullrich Wenge, ehemaliger CEO der Kabel Deutschland.

Neben linearen und non-linearen Angeboten in den Kabelnetzen und über das IPTV-Angebot von Entertain hinaus wird es künftig bis zu 45 HD-Programme über das von der Media Broadcast verbreitete DVB-T2 geben. Auf diese Möglichkeit weist der Kolumnist der DF-Schwesterpublikation DIGITAL INSIDER im Dezember hin.

Ob dieses Geschäftsmodell funktioniere, stehe sicherlich noch in den Sternen, gibt Wenge zwar zu, aber „drohender neuer Wettbewerb“ könnte den HDTV-Markt weg vom Satellitendirektempfang hin zu anderen Infrastrukturebenen verlagern.
 
„Gerade bei Zuschauern, die nicht über einen Kabelanschluss oder schnelles DSL verfügen können, ergäbe sich nämlich damit eine weitere Alternative zum Satellitendirektempfang von HD-Programmen“, sieht er einen möglichen Wandel der Infrastrukturen beim Empfang hochauflösender Bilder.
 
Weiterhin erkennt Wenge eine Änderung der Sehgewohnheiten bei den Zuschauern: „Heutzutage gibt es nicht nur lineares Fernsehen und das spüren vor allem die großen Privatsender, die nun über drei Jahrzehnte lang über 100 Prozent Reichweite in deutschen Wohnzimmern verfügten und nun mit einem wachsenden VoD-Angebot, sogar auch in High Definition, konkurrieren lernen müssen“, so der langjährige Kabelmanager zur derzeitigen Marktsituation.
 
Weitere Gedanken von Hans-Ullrich Wenge zur heutigen Mediennutzung, derbenötigten Infrastruktur und dem notwendigen Wandel finden sich inseiner Kolumne im DIGITAL INSIDER, den es im Abo unter Heftkaufen.de und per App für Android und iOS gibt. [red]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

16 Kommentare im Forum

  1. DVB-T2 wird sicherlich das große Thema zur Fußball-Europameisterschaft 2016. Wo wird das denn zunächst ausgestrahlt? Weiß man das schon? Der Rest der Republik wird ja dann 2017 folgen. In jedem Falle wird es starker Wettbewerb zum Satellitenempfang, IPTV und Kabel - das stimmt schon. HDTV über DVB-T zu gucken, da reichen sicherlich die geplanten 45 HD-Programme in Deutschland locker aus.
  2. Ich finde die Meinung dieses Experten wiedersprüchlich. Der, der Satempfang realisieren kann, wäre blöd es nicht zu tun, und Kabelgebühren weiter zu bezahlen. Sat wird immer deutl. mehr Programme bieten und UHD ist ja auch schon Realität, mit wachsender Bedeutung in den nächsten Jahren. Der potentielle DVBT Kunde wird dazu greifen, um die Kabelgebühr von meist 200,-/Jahr zu sparen. Vod wird sich sicher neben den 3 DVB Verbreitungswegen parallel entwickeln.
  3. Der Herr Wenge ist CEO von Kabel Deutschland! Da es bei DVB-T2 gegenüber Satellit nur eine Minimalversorgung an Sendern gibt, kann es keine Alternative sein! Für mich ich ist DVB-T2 allenfalls eine Ergänzung, da es die Sender ja dort in 1080p geben wird. Das große Portfolio nit Sky-Empfang bietet mir weiterhin nur die Satellitenübertragung. Wem allerdings die Minimalversorgung via DVB-T2 ausreicht, ist damit aber bestens bedient. Allerdings wird wohl kaum ein bisheriger Satellitennutzer seine Schüssel, wegen DVB-T2 abbauen. Bei einem Kabelnutzer könnten hier die Überlegungen allerdings schon ganz anders aussehen! Denn die sparen beim kündigen ihres Kabelvertrages bares Geld. Davor scheint der Herr Wenge wohl mehr Angst zu haben!
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