Wer steckt hinter der „Arbeitsgruppe TV“?

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Eine Arbeitsgruppe ohne bekennende Mitglieder und ein Pressesprecher „auf der Flucht“: Nach dem zweiten Treffen von Set-Top-Boxen-Herstellern in einer Arbeitsgruppe stehen mehr unbeantwortete Fragen als klare Antworten im Raum.

Am Donnerstag sollte in Hannover das zweite Treffen der Arbeitsgruppe TV stattfinden. Offiziell ist dies ein Zusammenschluss von Set-Top-Box-Produzenten, die ihre Interessen gegen das Astra-Projekt der Verschlüsselung von Privatsendern über Satellit vertreten soll. Doch statt einer Liste von Mitgliedern veröffentlichte der Pressesprecher Dr. Lambert Grosskopf am Freitag lediglich einige unwichtige Details der Veranstaltung. Denn eigentlich waren alle Bedenken der weiterhin unbekannten Initiatoren schon seit dem ersten Treffen widerlegt.

Der große Teil der Hersteller will dann auch scheinbar nicht mit der Initiative in Verbindung gebracht werden. Von den elf als Teilnehmer angegebenen Produzenten lehnten alle von der Redaktion kontaktierten Firmen jeden Kommentar gegenüber DIGITAL FERNSEHEN ab. Man habe am Donnerstag nichts unterschrieben und sei lediglich aus Informationsgründen vor Ort gewesen. Wer die Veranstaltung finanziere, sei ebenfalls nicht genannt worden. Ein Unternehmen war sogar bei beiden Terminen gar nicht vor Ort und wird dennoch in der Teilnehmerliste geführt.
 
Um Aufklärung der äußerst dubiosen Umstände bemüht, suchte DIGITAL FERNSEHEN Kontakt mit dem Pressesprecher der Initiative. Dieser ist jedoch bis Mitte nächster Woche nicht im Haus. Die DF-Redaktion ist weiterhin um Aufklärung bemüht – wir haben um Rückruf gebeten.
 
 
Alles rund um die geplante Satelliten-Verschlüssung und digitale Plattform von SES Astra erfahren Sie auf unseren Specialseiten.[fp]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

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