ZDF entschuldigt sich für Punkband-Fanshirt eines Kameramanns

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Als bei einem Interview mit Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble ein Kameramann kurz zu sehen war, der eine Jacke der Band Slime trug, kam schnell Kritik am ZDF auf.

Mittlerweile drückte der Sender sein Bedauern über den Vorfall bei einem Interview für die ZDF-Nachrichten „heute“ via Twitter aus, dies berichtete zuerst der Deutschlandfunk.

In zwei Ausschnitten des Beitrags war die Jacke eines Kameramanns zu sehen, auf der ein Songtitel der Punkband Slime zu lesen war. Dies missfiel einigen Zuschauern wohl so sehr, dass der Sender sich zu der Maßnahme veranlasst sah, auf die Kritik einzugehen.

Seit den Diskussionen um den Auftritt der ebenfalls als politisch links geltenden Band Feine Sahne Fischfilet im Rahmen der Reihe „ZDF@bauhaus“ und der darauf folgenden Absage des Konzerts der Band ist man beim Zweiten anscheinend sensibilisiert in Bezug auf das Thema und bemüht darum, möglichst wenig Anlass zur Kritik zu geben.

Beim angesprochenen Konzert schlug man sich jedoch noch auf die Seite der Band. Wo es sich nun aber um einen politischen und keinen kulturellen Kontext der Sendung handelte, betrachtet man den aktuellen Vorfall aber wohl in einem anderen Licht als im November. [bey]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

114 Kommentare im Forum

  1. Wahrscheinlich haben diese Beschwerdeführer nicht genug Falschparker vor dem Fenster, die sie mit einer Anzeige beglücken können, da nimmt man so ein T-Shirt natürlich gerne mit.
  2. Anstatt den Kameramann zu verteidigen, zeigt auch das ZDF (ähnlich wie die ARD) "Rückgrat wie ein Marschmello"
  3. Da würde ich es eher für kritikwürdig erachten, wieso ein Kameramann eines eigenen Senders ins Bild rückt. Das zeugt von wenig Professionalität der Beschäftigten, zummal in einer offentsichtlich politischen Sendung. Herr Schäuble scheint geflissentlich darüber weggesehen zu haben, oder er wusste bestimmmt nichts mit dem Namen anzufangen. Die kurze Sequenz reicht aber, um den Namen der Band deutschlandweit bekannt zu machen, von daher könnte es sogar gewollt gewesen sein, um den Namen publik zu machen.
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